Heimliche Verführung

Meinungsmacher: Intermediäre bedrohen die Medienvielfalt

Suchmaschinen, Apps, soziale Online-Netzwerke oder andere virtuelle Plattformen entscheiden zunehmend darüber, welcher Nutzer im Internetzeitalter welche Informationen erhält. Ganz gleich ob Smartphone oder Smart-TV-Gerät: Digitale Instanzen regeln mit Hilfe von Algorithmen, was uns an Neuigkeiten aus dem Internet erreicht. Die sogenannten Informationsintermediäre gewinnen an Markt- und Meinungsmacht. Sie avancieren zu heimlichen Gatekeepern, von denen abhängt, welche Abbilder von Wirklichkeit auf unseren Flachbildschirmen und Touchscreens flimmern. Die Folge: eine Gefahr für Medien- und Meinungsvielfalt.

Die Bezeichnung Intermediär ist abgeleitet vom lateinischen Wort intermedius, was so viel bedeutet wie „der Dazwischenliegende”. Im wirtschaftlichen Sinn vermitteln Intermediäre Leistungen zwischen zwei Marktteilnehmern, also etwa zwischen Inhalteanbietern und Werbekunden oder zwischen einem Medienunternehmen und Leser_innen oder Zuschauer_innen. Insofern ist auch jeder Zeitungskiosk im ökonomischen Sinn ein Intermediär. Die digitalen Kioske der Online-Welt heißen Google oder Facebook, aber auch Samsung oder Apple. Sie bestimmen, welche Suchergebnisse wir in welcher Reihenfolge von Google offeriert bekommen oder welche Nachrichten es auf die Timeline von Facebook oder in die News-App unseres Smartphones schaffen. Intermediäre tauchen nicht nur im World Wide Web auf, sondern prägen längst auch den Smart-TV-Kosmos. Dort entscheiden virtuelle Plattformen darüber, welche Inhalte außer den klassischen Fernsehprogrammen via Internet auf dem Monitor erscheinen – ganz gleich ob Online-Werbung oder Streaming-Portal, ob Video-on-Demand oder Pay-TV-Paket.

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Medien: Glaubwürdiger durch Klimaneutralität

„Es ist gut fürs Geschäft und fürs Klima“, resümiert Andreas Gustavsson, Chefredakteur der schwedischen Tageszeitung "Dagens ETC", die zwei Jahre lang auf fossile Werbeanzeigen verzichtete. Auf der Online-Fachtagung „Medienhäuser auf dem Weg zur Klimaneutralität“, zu der die dju in ver.di und die Initiative #fossilfreieMedien am 11. Oktober eingeladen hatten, diskutierten Medienvertreter*innen und Klimafachleute, was die Branche zur Bewältigung der Klimakrise beitragen kann.
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Unternehmerinnen entwickeln Superkräfte

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Dritte Mahnwache vor Verleger-Villa

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Tagung: Wie die Medien klimaneutral machen?

Wie kann es Medienhäusern gelingen, klimaneutral zu werden und auf fossile Werbung zu verzichten? Darüber werden die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di und die Initiative #fossilfreieMedien mit Medienvertreter*innen u.a. von Spiegel, taz und der ARD sowie Expert*innen debattieren – am 11. Oktober 2021 bei der Online-Fachtagung "Medienhäuser auf dem Weg zur Klimaneutralität". Anmeldungen zur Teilnahme sind bis zum 7. Oktober erbeten.
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