In den Fängen des Content Marketing

Auch Unternehmen machen Handstand, um publizistisch interessant zu sein. Michal Navratil aus der Tschechischen Republik springt von der 27,5 Meter Plattform auf Devil´s Island in Texas während des ersten Stops der Red Bull Cliff Diving World Series am 4. Juni 2016 Foto: Romina Amato / Red Bull Content Pool

„Unternehmensjournalismus” macht Marken zu Medien und attackiert den klassischen Journalismus

Ganz neu: Aldi wird Dein Wellness­coach. Literaturtipps von der Bahn, Zukunftsdebatten mit der Deutschen Post und die Parkassistenz-App vom bayerischen Automobilkonzern gibt es ja längst. Mit Magazinen, Online-Ratgebern, Eventportalen, Social-Media-Angeboten oder Apps versuchen Unternehmen Business-Partner und Verbraucher verstärkt da zu erwischen, wo Produkte noch gar nicht im Vordergrund stehen. Mehr unterbewusst wird der Boden für Absatz bereitet, wenn Marken mit Gefühlen aufgeladen werden. Content Marketing heißt das Zauberwort, seit das Web 2.0 die Kanäle erweitert hat.

Anziehen, Begeistern, Verkaufen, Binden ist die Devise. Dass sie tatsächlich wirkt, dafür braucht es immer häufiger Instrumente aus dem Werkzeugkasten des Journalismus. Und da das Phänomen nicht auf unternehmenseigene Marketingkanäle begrenzt bleibt, schlagen Warner Alarm: Dem klassischen Journalismus erwächst mächtige Konkurrenz.

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Nach 10 Jahren HbbTV: Da geht noch mehr

Seit dem Start des Hybridfernsehens HbbTV vor zehn Jahren bauen große Sendergruppen wie kleine Regionalanbieter solche Angebote kontinuierlich aus, mit umfassenden Diensten für den Nutzer und in der Hoffnung auf neue Reichweiten und zielgerichtete Werbung. Der Wettstreit zwischen Fernseh- und Online-Werbung soll endlich begraben werden. Während sich Öffentlich-Rechtliche mit sogenannten „Addressable Ads“ schwertun, sagt der kommerzielle Markt: Da ist noch mehr drin.
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Wer fördert die Medien bei Innovationen?

Mit dem Ende Oktober vom Bundeswirtschaftsministerium beschlossenen Hilfspaket von 220 Millionen Euro steigt Deutschland erstmals in die direkte Presseförderung ein. Formuliertes Ziel ist „die erforderliche digitale Transformation des Verlagswesens“. Zugleich heißt es: „Die geplante Innovationsförderung muss sicherstellen, dass die Unabhängigkeit der Redaktionen gänzlich unberührt bleibt.“
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Kölnische Rundschau bekommt neuen Mantel

Die Produktion des Mantelteils der Kölnischen Rundschau aus dem Heinen-Verlag wird ab Februar 2021 von der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) übernommen. Sie wird auch journalistische Inhalte aus den zentralen Ressorts Politik, Wirtschaft, Vermischtes und Sport nach Köln zuliefern. Damit verabschiedet sich die Kölnische Rundschau von ihrem bisherigen Kooperationspartner, dem Bonner General-Anzeiger.
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Novemberhilfen und weitere Versprechen

Ganz aktuell*: Die Anträge für die "Novemberhilfe" können jetzt auf der bundesweiten Überbrückungshilfe-Plattform gestellt werden. Das gilt auch für Kulturschaffende, Solo-Selbstständige und Freiberufler, die direkt oder indirekt von den akuten Schließungen durch den Teilshutdown betroffen sind. Sie können die "außerordentliche Wirtschafthilfe des Bundes" für Einnahmeausfälle im November bis maximal 5000 Euro ohne Steuerberater selbst beantragen. Da die partiellen Schließungen verlängert werden, soll das, so die Ankündigung, dann auch für die Förderung gelten.
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