Das große Treffen der Selbstständigen

Tag der Solo-Selbstständigen in Hamburg. Foto : Lorenz Patzner

Der erste Tag der Solo-Selbstständigen in Hamburg war ein großer Erfolg: Rund 300 Solo-Selbstständige kamen am 15. August ins Galerie & Café Seeterrassen im Planten un Blomen. Dazu gesellten sich rund 200 Neugierige, die sich für die vielfältigen Angebote interessierten.  Den ganzen Tag über gab es Vorträge, kulturelle Darbietungen, Workshops und Beratungsangebote.

Initiator und Projektträger war das Haus der Selbstständigen (HDS), unterstützt von ver.di und zahlreichen Hamburger Institutionen wie der Handwerkskammer, der ExistenzgründungsInitiative (hei), der KreativGesellschaft sowie weiteren Verbänden, Organisationen und Initiativen wie u.a. Social Impact, BusinessMoms und Freischreiber.

Austauschen, vernetzen, sichtbar werden

Ein so dicht gepacktes und vielfältiges Programm für Solo-Selbstständige hatte es in dieser Art noch nie gegeben: Es gab elf verschiedene kulturelle Darbietungen auf der großen Bühne, insgesamt zwölf Workshops in zwei Zelten und im Café, sieben halbstündige Vorträge. 1:1-Beratung gab es von vier Anbietern – was viele Gäste gern in Anspruch nahmen. Ebenso gut frequentiert waren die Netzwerk-Ecke, in der Selbstständige untereinander in Kontakt und Austausch kommen konnten. Und bei der Mini-Messe präsentierten sich neun Ausstellende und wurden von Teilnehmer*innen mit Fragen gelöchert. Ein Airbrush-Tätowierer sorgte für kleine Andenken auf der Haut… Alles in allem war es ein kunterbuntes Treiben, das mal laut und quirlig, mal konzentriert und sachbezogen war. Prominenten Besuch gab es mit der Senatorin Dr. Melanie Leonhard, Präses der Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg. Sie hatte die Schirmherrschaft für den Tag der Selbstständigen übernommen und hielt ein Grußwort.

Mammut-Programm in Hamburg

Info-Stände hatten natürlich auch das Haus der Selbstständigen als Projektträger der Veranstaltung sowie ver.di. Veronika Mirschel vom ver.di-Referat Selbstständige und Gunter Haake kamen mit vielen Interessent*innen ins Gespräch. Nützliche Materialien gingen über den Tisch, Fragen wurden beantwortet, es gab viele Aha-Effekte.

Gabriele Albers, Leiterin des HDS-Standorts Hamburg, die den organisatorischen Hut für die Veranstaltung aufhatte, war am Ende des Tages erschöpft, aber glücklich über Resonanz und Verlauf. Sie dankte allen, die zum Gelingen dieses Mammut-Programms beigetragen haben. Beim Verabschieden äußerten viele Teilnehmer*innen den Wunsch, sich im nächsten Jahr wieder zu einem Tag der Selbstständigen in Hamburg zu treffen und auszutauschen.

In Hamburg leben rund 50.000 Solo-Selbstständige und bilden damit eine größere Gruppe als die Beschäftigten von Airbus, Asklepios und Hapag-Lloyd in der Hansestadt zusammengenommen. Sie machen den Großteil der Gründungen aus. Doch trotz ihrer Bedeutung für Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft finden ihre Arbeitsbedingungen, Herausforderungen und Anliegen in Politik und Öffentlichkeit bislang nur wenig Beachtung.

HDS mit großer Angebotsbreite

Diese Lücke füllt das HDS mit seinen vielfältigen Angeboten für Solo-Selbstständige und ihre Interessenvertretungen. Das im Rahmen der Förderrichtlinie „Zukunftszentren“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) geförderte Projekt mit Standorten in Leipzig, Köln, Berlin und Hamburg bietet u.a. Knowhow, Vernetzungsmöglichkeiten und Informationen, um die Arbeits- und Lebensbedingungen von solo-selbstständigen Erwerbstätigen zu verbessern. Die Community rund um das auch von ver.di mitgetragene Projekt HDS wächst stetig, wie der erste Tag der Selbstständigen in Hamburg eindrücklich zeigte.

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