Presseförderung mit Journalismus-Check

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Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) unterstützt die Förderung journalistischer Presseangebote. Vorrangig ist dabei die Entwicklung neuer digitaler Angebote. Der Bundesverband der Digitalpublisher (BDZV) verlangte dazu konkrete Zusagen der Bundesregierung sowie bei Gesetzesvorhaben einen „Presse-Check“. Für ver.di ist klar: Wer gefördert wird, muss auch einen Journalismus-Check absolvieren.

„Eine Förderung von journalistischer Arbeit und neuen digitalen Angeboten ist richtig. Aber dann müssen die Verlage auch zeigen, dass sie mehr für den Journalismus tun als derzeit. Wer öffentliches Geld beansprucht, kann nicht gleichzeitig seine Redaktion fortlaufend ausdünnen“, betont Christoph Schmitz-Dethlefsen als für Medien zuständiges Mitglied im ver.di-Bundesvorstand.

Wie schnell der Personalabbau voranschreitet, zeigt sich aktuell bei DuMont in Köln: In den Regionalredaktionen von Kölner Stadt-Anzeiger und Kölnischer Rundschau entfallen 57 tarifgebundene Vollzeitstellen. „Der beschleunigte Personalabbau in den Zeitungsredaktionen bereitet uns große Sorge“, so Schmitz-Dethlefsen. „Mit jeder gestrichenen Stelle gehen Erfahrung, Sorgfalt und journalistische Kompetenz verloren.“

Presseförderung muss Journalismus stärken

Leidtragende sind neben den Journalist*innen auch die Leser*innen und die demokratische Gesellschaft. Wo Redaktionen schrumpfen, bleibt weniger Zeit für Recherche, Einordnung und Berichterstattung vor Ort, beispielsweise aus der Kommunalpolitik, in der es um die unmittelbaren Bedürfnisse von Bürger*innen geht. „Presseförderung muss genau den Journalismus stärken, den die Verlage immer weniger bereit sind zu finanzieren. Öffentliches Geld gehört in die Redaktionen. Wir sind bereit, an einer Förderung mitzuarbeiten, die den Journalismus stärkt, den unsere demokratische Gesellschaft dringend braucht. Mit diesem Standpunkt werden wir uns in die Branchendiskussion einbringen“, unterstreicht Christoph Schmitz-Dethlefsen

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