„brandmelder“: Klima braucht Kontext

Planet-Collage

Collage: Petra Dressler

Am 16. März 2026 startet das Netzwerk Klimajournalismus mit „brandmelder“ ein neues Analyse- und Monitoringformat. Unter der Leitung von Klimajournalismus-Gründer Jürgen Döschner soll die derzeitige Klimaberichterstattung qualitativ beobachtet und Lücken geschlossen werden.

Es brauche ein Format „zwischen Alarmismus, False Balance und strategischer Politisierung“ heißt es im Vorfeld des am 16. März 2026 startenden Projekts. Es brauche ein Format, „das strukturiert analysiert, ohne aktivistisch oder parteipolitisch zu agieren“. Mit „brandmelder“ sollen Probleme nicht nur benannt, sondern auch eingeordnet werden. So sollen Analysen und konkrete Impulse für den Redaktionsalltag entstehen, schreiben die Macher*innen.

„Brandmelder“ will mit zentralen Fragen die Qualität der Medienberichterstattung zu Klimathemen untersuchen: Wo fehlt Kontext? Wo entstehen Schieflagen durch Routinen, Narrative oder politische Frames? Wie lassen sich diese Muster journalistisch besser lösen?

Journalistische Präzision für gesellschaftliche Präzision

Der Grund, das Format zu starten, scheint dabei relativ offensichtlich: Nicht nur aber auch gerade in der Klimaberichterstattung entscheide die Qualität darüber, ob Debatten Orientierung schaffen oder Polarisierung verstärken. Nur eine fundiert informierte Öffentlichkeit kann politische und wirtschaftliche Veränderungen sachlich einordnen und bewerten.

Hier will „brandmelder“ mit systematischen Medienanalysen ansetzen, aktuelle Debatten einordnen und praxisnahe Briefings für Redaktionen entwickeln. Journalist*innen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sollen miteinander ins Gespräch kommen, um journalistische Standards konstruktiv, faktenbasiert und lösungsorientiert weiterzuentwickeln. Das Magazin soll kostenlos und barrierefrei zugänglich sein.

Hier geht es zur M 3/2024 mit dem Schwerpunkt Klimaberichterstattung.

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