Leserbrief: Pressefreiheit in Ecuador de facto garantiert

M 7.2013 „Hohe Strafen für kritische Berichte“

In einem umfangreichen Schreiben an die M-Redaktion kritisierte Jorge Jurado, Botschafter von Ecuador in Berlin, das Interview mit dem ecuadoranischen Journalisten Christian Zurita in M 7 / 2014 „Hohe Strafen für kritische Berichte“. Unterstellt wird dem Interviewten unter anderem, dass es sich bei einigen Aussagen um „Thesen“, „Vermutungen“ und „Hypothesen“ handele, die nicht begründet würden.


Ein Auszug: „ Weiterhin spricht Herr Zurita von einer angeblich in Ecuador herrschende Selbstzensur: „Im Fernsehen wird heute schon weitgehend geschwiegen.“ Diese These wird nicht belegt. Es gibt unzählige kritische und investigative Beiträge in den ecuadorianischen Medien. Die Räume für Meinungsäußerung und Teilhabe an der Medienlandschaft haben sich erst unter der Regierung der radikaldemokratischen Bürgerrevolution erweitert: Die Regierung des Präsidenten Correa hat das vormalige private Medienmonopol überwunden, indem eine paritätische Umverteilung aller Sendelizenzen für Fernseh- sowie Radiosender durchgesetzt wurde (vgl. Abschnitt 6 des verfassungsausführenden Kommunikationsgesetzes. Ley Orgánica de Comunicación) und so konnte allen Staatsbürgern die Meinungs-, Rede- und Pressefreiheit nicht nur de jure, sondern erstmals de facto garantiert werden.“

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