DW: Mehr Protest gegen Kürzungen

Demonstration und Kundgebung gegen Sparmaßnahmen bei der Deutschen Welle Ende April 2026 in Berlin. Bild: Christian v. Polenz

Nun hat auch der Fachbeirat der Deutsche Welle Educational Programs (DW Deutsch lernen) laut dwdl.de in einer Stellungnahme die geplanten Kürzungen im Deutsch-Angebot des Auslandssenders kritisiert und vor massiven Schäden für den Sender gewarnt. Die DW hatte angekündigt, das Budget halbieren zu wollen, was zu großen Protesten geführt hatte.

Zwei bislang eigenständige Bereiche sollen laut Sparplänen zusammengeführt werden: Das journalistische Angebot sowie die Deutschlernkurse. Das Budget wird nahezu halbiert. 1,8 Millionen Euro will die Deutsche Welle bei ihren deutschsprachigen Angebot künftig sparen. Das Budget liegt künftig nur noch bei rund 2 Millionen Euro.

Etliche Mitarbeiter*innen hatten zuletzt öffentlich gegen die angekündigten Kürzungen protestiert und die Frage gestellt, ob die geplanten Einsparungen überhaupt mit dem DW-Gesetz in Einklang zu bringen sind. Der Auslandssender soll demnach die deutsche Sprache besonders fördern. Beim Sender selbst verteidigt man hingegen die geplanten Einschnitte.

Durch den Fachbeirat der DW Educational Programs gibt es nun jedoch weitere Kritik. Das Gremium begleitet seit mehr als 10 Jahren den Aufbau des Deutschlernangebots der Deutschen Welle. Die geplanten Änderungen nehme man „mit Entsetzen und Unverständnis“ zur Kenntnis, heißt es. Man sei überzeugt, dass auf diese Weise ein „irreversibler Schaden für die DW entstehen wird“. Man teile ausdrücklich die Fassungslosigkeit der Belegschaft.

Fachbeirat: Änderungen müssen revidiert werden

Der Fachbeirat fordert die Geschäftsleitung des Auslandssender nun auf, die geplanten Änderungen zu revidieren und das bislang eigenständige Deutschlernangebot nicht einzustellen bzw. in bisheriger Form weiterzuführen. Darüber hinaus wendet man sich aber auch an die Gremien der DW und die Abgeordneten des Bundestags. Diese sollten der von der DW vorgelegten Aufgabenplanung 2026 bis 2029 in den genannten Punkten nicht zustimmen.

Die Einsparungen bei der Deutschen Welle rühren daher, dass der Bundestag eine Absenkung des DW-Etats beschlossen hatte. Die Deutsche Welle muss im Zuge der Etat-Kürzung nicht nur 10 Millionen Euro einsparen, sondern sogar 21 Millionen. Die weiteren elf Millionen Euro ergeben sich daraus, dass dem Sender durch Tarifsteigerungen aus dem bestehenden Tarifabschluss im kommenden Jahr entsprechende Mehrkosten entstehen, die nun ebenfalls nicht ausgeglichen werden. Zu den weiteren Einsparungen gehören Kürzungen in weiteren Sprachangeboten, DW Griechisch wird komplett eingestellt.

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