Streik bei dpa-Tochter: news aktuell

24.09.2926, Hamburg: Mitarbeiter von dpa-Tochter news aktuell demonstrieren vor dem dpa-Gebäude am Mittelweg. Foto: Georg Wendt/ver.di

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) verlängert den Warnstreik bei der dpa-Tochter news aktuell in Hamburg und erhöht damit abermals den Druck. Nachdem die Beschäftigten bereits am 23. und 24. September die Arbeit niedergelegt haben, wird der Arbeitskampf am 25. September fortgesetzt.

Hintergrund ist die seit einem halben Jahr andauernde Weigerung der Geschäftsführung, Tarifverhandlungen mit ver.di aufzunehmen. Zuletzt hatte sich die Geschäftsführung von news aktuell erstmals öffentlich zu den Warnstreiks geäußert. Sie erklärte am 23. September, sie sehe derzeit „keinen Anlass für Tarifverhandlungen“.

Simon Schmitz, Beschäftigter bei news aktuell und Mitglied der Tarifkommission: „Anders als bei unserem Mutterkonzern dpa gibt es für uns bei news aktuell keinen tariflichen Schutz. Das wollen wir nicht mehr akzeptieren. News aktuell ist die Cash-Cow der Unternehmensgruppe und wir haben es genauso verdient, unsere Arbeits- und Gehaltsbedingungen gewerkschaftlich zu verhandeln. Wir haben wirklich lange versucht, auf anderem Weg etwas zu erreichen. Wir streiken nicht um des Streikens willen. Wir streiken, weil uns nichts anderes übrigbleibt. Wir wollen verhandeln!“

Die verantwortliche ver.di-Sekretärin Alexandra Luerssen bekräftigt: „Die Beschäftigten machen mit den Warnstreiktagen in dieser Woche deutlich, dass sie sich nicht wegignorieren lassen. Die Forderung ist klar: Sie wollen einen Tarifvertrag und sie sind bereit, dafür zu kämpfen. Es ist ernst. Wer den Tarifkonflikt lösen will, muss miteinander reden. Wir fordern die Geschäftsführung deshalb erneut auf, endlich an den Verhandlungstisch zu kommen.“

Auch für Kund*innen von news aktuell kann der Streik spürbar sein. Ots-Aufträge können sich verzögern, Support-Anfragen später beantwortet werden und das Sales-Team nur eingeschränkt erreichbar sein. Die Beschäftigten bedauern diese möglichen Einschränkungen, sehen angesichts der anhaltenden Verweigerung von Tarifverhandlungen jedoch keinen anderen Weg, ihrer berechtigten Forderung nach einem Tarifvertrag Nachdruck zu verleihen

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