Drei Fragen zum Streik der SZ

Warnstreik bei der SZ, Juli 2025. Foto: Ertunc Eren

In den beiden Wochen vor der zehnten Tarifrunde mit dem Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) am 18. Juli erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit den Redakteur*innen in den Zeitungsredaktionen bundesweit den Streikdruck. Besonders im Süden der Republik kommt es zu mehrtägigen, spürbaren Streiks. Auch bei der Süddeutschen Zeitung (SZ) wird seit gestern wieder gestreikt. Wir sprachen mit Ertunç Eren, ver.di-Fachsekretär Medien, Bezirk im München.

Weshalb streikt die SZ gemeinsam mit vielen anderen Tageszeitungen nun erneut?

Die Empörung in der Redaktion ist groß und das zu Recht! Der Arbeitgeberverband stößt die Belegschaft respektlos vor den Kopf, indem er sein Angebot zurückgezogen hat. Damit verkennt er den Wert der Arbeit in den Redaktionen massiv. Der BDZV lässt jeden Weitblick für die Zukunft des Journalismus vermissen.

Wie schaffen Sie es, seit Monaten eine so hohe Streikbereitschaft aufrecht zu erhalten?

Wir haben in der SZ eine sehr starke Belegschaft, die den Kampf um die Zukunft des Berufsbildes miteinander und füreinander führt. Die jungen Menschen gehen voran. Sie organisieren sich und stehen füreinander ein. Hier kämpft die Jugend für die Zukunft. Diese Entwicklung in der Redaktion ist beispiellos.

Welchen Ausgang der Verhandlungen erhoffen Sie sich?

Endlich den Sack zu machen! Und das wertschätzend und respektvoll. Das Angebot muss finanziell stimmen und auch Anerkennung ausdrücken. Der Arbeitgeberverband hat viel Porzellan zerschlagen. Die Beschäftigten wissen, dass die Verhandlungen hart waren. Und sie wissen auch: Das wird in den kommenden Jahren nicht einfacher.

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