RSF präsentiert neuen Vorstand

Aktion von Reporter ohne Grenzen in Berlin. Foto: RSF

Der Vorstand von Reporter ohne Grenzen Deutschland (RSF) verändert sich: Bei der Mitgliederversammlung am 23. September 2025 wurden Martin Kaul und Tamina Kutscher zu den Vorstandssprecher*innen des Vereins gewählt. Zudem wurden Ulrike Gruska und Barbara Junge neu in den Vorstand gewählt, Michael Rediske wurde in seinem Amt bestätigt. Das teilte der Verein am 26. September 2025 mit.

Nach jahrelangem ehrenamtlichen Engagement an der Spitze des Vereins waren drei bisherige Vorstandsmitglieder nicht erneut zur Wahl angetreten: Katja Gloger, die dem Verein seit 2017 als Vorstandssprecherin vorstand, Gemma Pörzgen, die zu den Gründerinnen der deutschen Sektion von Reporter ohne Grenzen zählt, und Matthias Spielkamp, der seit 2011 ehrenamtlich im Vorstand tätig war. Alle drei wollen bleiben dem Verein als Mitglieder eng verbunden bleiben.

„Vor uns liegen sehr große Aufgaben. Weltweit gerät die Pressefreiheit immer stärker unter Druck, nicht nur in repressiven Regimen, auch in Demokratien wie den USA. Es braucht unsere starke Stimme – leider – heute mehr denn je“, betonte die neu gewählte Vorstandssprecherin Tamina Kutscher.

Schon lange im Vorstand aktiv

Kutscher ist Expertin für Medien, Kultur und Gesellschaft in Russland sowie Mittel- und Osteuropa. Von 2016 bis 2023 war sie Gründungs-Chefredakteurin der Medien- und Wissenschaftsplattform dekoder. Zudem ist sie Vorstandsvorsitzende des internationalen Journalistennetzwerks n-ost. Neben ihrer journalistischen Tätigkeit arbeitet Kutscher als Dozentin und Moderatorin.

Martin Kaul ist bereits seit 2023 Vorstandssprecher von Reporter ohne Grenzen Deutschland. Kaul ist Investigativjournalist und arbeitet für den Westdeutschen Rundfunk in der Recherchekooperation von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung. Er ist seit 2017 ehrenamtlich im Vorstand des Vereins engagiert.

Ulrike Gruska berichtet seit 25 Jahren aus und über Osteuropa. Von 2012 bis 2023 hat sie als Presse- und Osteuropareferentin für RSF in der Berliner Geschäftsstelle gearbeitet, zuvor für deutschsprachige Medien unter anderem aus Russland und dem Südkaukasus berichtet. Derzeit beschäftigt sie sich vor allem mit den Auswirkungen von Desinformation auf Pressefreiheit und Demokratie.

Barbara Junge ist seit 2020 Chefredakteurin der taz. Neben ihrem Fokus auf die digitale Transformation der Zeitung hat sie besonders internationale Politik im Blick und fördert Recherchen zu Klima und Rechtsextremismus. Von 2013 bis 2016 war sie als USA-Korrespondentin für den Tagesspiegel in Washington. Zudem engagiert sie sich ehrenamtlich im Vorstand des Netzwerk Recherche, im Kuratorium der taz Panter Stiftung und im Internationalen Klimajournalismus-Netzwerk Covering Climate Now. Sowohl Barbara Junge als auch Tamina Kutscher waren bereits seit Juni 2025 kooptierte Mitglieder des RSF-Vorstands.

Michael Rediske ist seit der Gründung der deutschen Sektion von RSF im Jahr 1994 Vorstandsmitglied bei Reporter ohne Grenzen und war bis 2023 Vorstandssprecher. Für seinen Einsatz für die Pressefreiheit wurde er 2016 mit dem Bundesverdienstorden am Band ausgezeichnet. Seine journalistische Karriere umspannt fast vier Jahrzehnte, wobei er unter anderem aus Zentralamerika berichtet hat, als Chefredakteur der taz tätig war und Geschäftsführer des Journalistenverbands DJV Berlin war.

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