Leute 02 – 2025

Der aktuelle dpa-Bilderdienst erhält mit Nicole Becker eine neue Leiterin. Bislang arbeitete sie bei der dpa als Fotoredakteurin, häufig in der Rolle der Dienstleiterin. Sie folgt an der Spitze der Fotoredaktion auf Peer Grimm, der künftig die technischen Prozesse der Nachrichtenagentur als Produktmanager Redaktionstechnologie vorantreibt. Becker unterstützt in ihrer Funktion die stellvertretende Chefredakteurin Silke Brüggemeier, die als Chefin Visuelles alle Bild- und Videoangebote und den Audiodienst der dpa steuert. Die studierte Bibliothekarin Nicole Becker stieß zur 2005 dpa und koordinierte seitdem etwa die dpa-Fotoberichterstattung im Sport.

Das Medienapostolat der Steyler Missionare trauert um seine Redaktionsleiterin Katja Burghardt, die nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben ist. Burghardt arbeitete für Gruner + Jahr und den Jahreszeiten Verlag. Auch bei einer Fernsehshow machte sie mit. Beim Medienapostolat der Steyler Missionare hatte Katja Burghardt erst im Herbst 2024 freiberuflich die Redaktionsleitung übernommen und unter anderem verschiedene Kalenderformate sowie die Redaktion der Zeitschrift Leben jetzt verantwortet.

Nach Jahren in der Redaktion der Gruner+Jahr-Zeitschrift Brigitte wechselt Miriam Collée nach Wien. Die Hamburgerin wird Chefredakteurin der Österreichischen Textilzeitung. Miriam Collée war zuletzt als freie Journalistin tätig. Sie war bis August 2023 Textchefin und stellvertretende Redaktionsleiterin bei Brigitte Women. Vor ihrer G+J-Zeit war sie bei Axel Springer als Ressortleiterin Aktuelles und Zeitgeschehen.

Philipp Engel erweitert die Chefredaktion der Braunschweiger Zeitung. Nach einem Jahr im Verlag von Funke Medien Niedersachsen wird Engel als stellvertretender Chefredakteur neben der stellvertretenden Chefredakteurin Katrin Schiebold agieren – geführt von Chefredakteurin Kerstin Loehr. Engel steuert weiterhin die Digitalstrategie am Funke-Standort Niedersachsen. Dazu zählt der Ausbau der digitalen Angebote der Marke Braunschweiger Zeitung.

Mit einer erweiterten Chefredaktion, dem Blick auf Digital-Abos und einer neuen Struktur in selbstorganisierten Spezialisten-Teams will Kai Gohlke, Chefredakteur von Oberpfalz Medien, die Redaktion fit für die Zukunft machen. Das Medienhaus Oberpfalz Medien stellt seine Chefredaktion neu auf. Neben Chefredakteur Gohlke gehören dazu künftig Simone Baumgärtner, Magdalena Raß, Thomas Webel und Stefan Zaruba. Sie werden direkt die Mitarbeitenden in den neu aufgestellten zentralen Teams führen. Die Redakteur*innen in den den lokalen Reporterteams Amberg, Nabburg, Weiden und Tirschenreuth werden außerdem künftig von den Reporterchefs Wilhelm Amann (Süd) und Martin Maier (Nord) geführt. Die Neuorganisation der Führung sei ein wichtiger Schritt in einem tiefgreifenden Change-Projekt, mit dem sich die Oberpfalz-Medien-Redaktion für die Herausforderungen einer immer stärker auf Digital-Abos ausgerichteten Marktstrategie aufstellt, heißt es bei dem Medienunternehmen.

Anja Günther ist neue crossmediale Chefredakteurin im NDR Landesfunkhaus Hamburg. Sie folgt auf Ilka Steinhausen. Günther kehrt aus dem ARD-Hauptstadtstudio zurück in die regionale Berichterstattung. Schon im Hauptstadtstudio hat sie in den vergangenen Jahren die crossmediale Veränderung vorangetrieben. Das NDR Landesfunkhaus Hamburg befindet sich aktuell im Prozess, die gesamte Redaktionsstruktur crossmedial zu verändern, um die journalistische Schlagkraft der regionalen Berichterstattung weiter zu erhöhen.

Den Weltspiegel, das sonntägliche Reportagen-Magazin im Ersten wird mit der 23-jährigen Moderatorin Tessniem Kadiri deutlich verjüngt. Den Weltspiegel gibt es seit 1963, gegründet und damals moderiert wurde er von Gerd Ruge und Klaus Bölling. Noch heute schalten nach ARD-Angaben jeweils zwei Millionen Zuschauer ein, wenn Reporter aus 26 Studios von Geschehnissen rund um den Globus berichten. Die Kölner Journalistin Kadiri ergänzt seit Mitte Februar als vierte Frau und Nachfolgerin von Andreas Cichowicz das Moderatorinnen-Team der Live-Sendung.

Daniel Häuser, Chefredakteur des Medien-People-Magazins Clap, starb Mitte Februar „plötzlich und unerwartet“, wie sein langjähriger Weggefährte Peter Böhling mitteilte. Häuser war Diplom-Journalist, der zunächst für Werben & Verkaufen in München arbeitete. Seit 2006 gaben Häuser und Böhling gemeinsam das Magazin Clap heraus.

Herausgeberin von Zeit Sprachen wird Marie-Luise Lewicki. In ihrer neuen Rolle wird sie die strategische Weiterentwicklung des Produktportfolios in Print und Digital gemeinsam mit den Chefredaktionen vorantreiben. Weiterhin soll sie den Change Prozess von einem Zeitschriftenverlag hin zu einem journalistisch geprägten Digitalunternehmen unterstützen. Sie übernimmt diese Aufgabe zusätzlich zu ihrer Tätigkeit als Chefredakteurin des französischen Sprachmagazins écoute, das sie seit 2023 leitet.

Raimund Neuß wird ab 1. Mai 2025 die Redaktion der Kölnischen Rundschau als Chefredakteur führen. Jens Meifert, Leiter der Lokalredaktion Köln, wird zusätzlich Stellvertreter von Neuß. Zudem wird Frank Überall die Redaktion verstärken und ab dem 1. März 2025 die neu geschaffene Position des Chefreporters übernehmen. Meifert soll über sein bisheriges Aufgabengebiet hinaus in der Chefredaktion eine maßgebliche Rolle bei der zukunftsfähigen Positionierung der Kölnischen Rundschau mit erstklassigen lokalen Inhalten übernehmen.

Die Augsburger Allgemeine hat ihr Team um ein neues Team „Investigatives“ erweitert. Darin sollen die investigativen Fähigkeiten und Ressourcen der Redaktion vom Lokalen über Bayern bis um Überregionalen weiter ausgebaut und besser verschränkt werden. Holger Sabinsky-Wolf wird bei der Arbeit von Ina Marks und Max Kramer unterstützt, beide Kollegen in der Augsburger Stadtredaktion. Das Investigativteam soll über die Ressortgrenzen hinweg funktionieren und „Anlaufstelle für alle Kolleg*innen sein, die ein Thema haben und sich für diese Art des Journalismus interessieren“.

Die Siegener Zeitung verstärkt ihre Chefredaktion: Nun ist auch Tim Plachner neben Chefredakteur Markus Vogt und dessen Stellvertretern Joachim Völkel und Christian Hoffmann Teil der Führungsspitze. Plachner ist seit Mai 2021 für die Siegener Zeitung tätig und leitet seit Anfang 2022 die vier Lokalredaktionen. In seiner neuen Funktion als Mitglied der Chefredaktion bleibt er weiterhin federführend für die regionale Berichterstattung verantwortlich. Zudem wird er verstärkt die Content- und Formatentwicklung, insbesondere im digitalen Bereich, vorantreiben. Zusätzlich fungiert er als Chefautor der Zeitung.

Der Medienfachverlag Oberauer hat die Chefredaktion von MEEDIA neu geordnet: Frank Puscher und Jens Schröder übernehmen die Chefredaktion des Mediums für den Medien- und Werbemarkt. Puscher verantwortet die MEEDIA-Publikationen wie das Print-Magazin und die Dossiers, Schröder das Online-Angebot MEEDIA.DE und das Newsletter-Portfolio. Die Neubesetzung der Chefredaktion war nach dem Tod des bisherigen Chefredakteurs Gregory Lipinski im vergangenen Jahr nötig geworden. Mit Puscher und Schröder übernehmen nun zwei langjährige MEEDIA-Mitarbeiter die Führung der Redaktion, die zudem aus Reiner Kepler, Svenja Kordmann sowie Autoren wie Henning Kornfeld, Daniel Sallhoff und Rupert Sommer besteht.

Der dpa-Redakteur Christian Röwekamp übernimmt in Brüssel eine Führungsaufgabe im Team des European Newsrooms (enr). Röwekamp wird in der neugeschaffenen Position des Editorial Directors die Leitung des Gemeinschaftsprojekts von 23 europäischen Nachrichtenagenturen übernehmen. Bereits als Editorial Team Leader gestartet ist Ivonne Marschall. Beide kommen von der Nachrichtenagentur dpa. Christian Röwekamp bringt vielfältige Erfahrungen in der dpa-Gruppe in seine neue Rolle mit ein. Dazu zählen zwei Redaktionsleitungen innerhalb der dpa-infocom: Von 2016 bis 2022 führte er die auf Verbraucherthemen spezialisierte Redaktion dpa-Themendienst, danach bis 2023 die Redaktion Nachrichtenkuratierung.

Verena Sepp, Reporterin des deutschsprachigen Newsteams von Bloomberg, hat eine neue Aufgabe übernommen. Künftig ist sie auch für den Videoauftritt der Nachrichtenagentur zuständig. Sie freut sich darauf, den „Menschen hinter den großartigen Recherchen eine Bühne“ zu geben. Erster Player auf dieser Bühne ist ihr Kollege Stephan Kahl, der über das steigende Interesse an Frankfurter Büroetagen berichtet.

Johannes Simonsen übernimmt zum 1. März die Chefredaktion von Boyens Medien. Er folgt auf Stefan Carl, der seit 2020 in der Position des Chefredakteurs tätig ist. Insgesamt kann Carl auf 28 Berufsjahre bei Boyens zurückblicken, was die Verleger und geschäftsführenden Gesellschafter Inken Boyens und Sönke Boyens entsprechend würdigten. Mit seinem Nachfolger Simonsen wolle man die Entwicklung des Unternehmens hin zu einem digitalen Medienhaus vorantreiben. Simonsen, der von Berlin nach Dithmarschen wechselt, verfügt über viel Erfahrung in der regionalen Berichterstattung. Er war in den letzten zehn Jahren in verschiedenen Führungsfunktionen bei Axel Springer in Brandenburg und Berlin tätig.

Die taz-Regie hat eine neue Doppelspitze: Seit dem 1. Februar 2025 ist Raoul Spada gleichberechtigter Leiter des Online-Ressorts am Newsdesk der taz – neben Gereon Asmuth, der das Ressort seit 2019 führt. Raoul Spada hat in der taz-Redaktion mehrere Stationen bewältigt: Ab 2019 gehörte er unter anderem als Programmchef zum Kernteam des taz lab, dem jährlichen Kongress der taz. Ab 2021 war er auf einer Stabsstelle in der Chefredaktion für Suchmaschinenoptimierung zuständig und wechselte schließlich mit dem gesamten Arbeitsbereich in die Regie der taz, wo er 2024 Vize-Ressortleiter des 16-köpfigen Online-Teams wurde. Als Co-Ressortleiter neben Gereon Asmuth löst Spada Simone Schmollack ab, die Leiterin der Meinung, des taz-Kommentarressorts geworden ist.

Im Editorial zur Ausgabe 131 des RTL-Geschichtsmagazins Geo Epoche kündigte Joachim Telgenbüscher an, die Leitung von Geo Epoche nach vier Jahren abzugeben, er bleibe aber Autor des Magazins. Die Regelung gelte zunächst für ein Jahr. In dieser Zeit übernehmen die Geo-Chefredakteure Katharina Schmitz und Jürgen Schaefer zusätzlich die Redaktionsleitung von Geo Epoche. Telgenbüscher will sich in seiner „Teil-Auszeit“ verstärkt einem eigenen Audio-Projekt widmen, dem Podcast „Was bisher geschah“. Darin spricht der Geschichtsjournalist immer dienstags mit dem Autor und Historiker Nils Minkmar über die „Dramen, Triumphe, Ereignisse und Persönlichkeiten der Geschichte, die unsere Welt geprägt haben und bis heute beschäftigen“.

Özlem Topçu wird neben Mathieu von Rohr Co-Leiterin vom Spiegel-Auslandsressort. Mit der Doppelspitze will Spiegel-Chefredakteur Dirk Kurbjuweit die Führung des Auslandsressorts angesichts vieler globaler Krisen und der wachsenden Bedeutung außenpolitischer Berichterstattung stärken. Topçu ist seit 2021 beim Spiegel, bisher als stellvertretende Leiterin des Auslandsressorts. Davor war sie viele Jahre im Politikressort der Zeit tätig, wo sie für die Koordination der außenpolitischen Themen zuständig war und über die Türkei, den Nahen Osten und Migrationsthemen schrieb. Mathieu von Rohr ist seit 2006 beim Spiegel und seit 2019 Auslandschef. Davor war er stellvertretender Ressortleiter sowie Korrespondent in Paris und berichtete als Reporter von Krisen und Konflikten weltweit.

Sportschau-Moderatorin Lea Wagner verlängert ihren Vertrag mit der ARD um weitere vier Jahre. Damit steht fest, dass sie weiterhin die Bundesliga-Sportschau und die Sportschau am Sonntag präsentieren wird. Wagner ist neben den regelmäßigen Sportschau-Sendungen, die sie im Wechsel mit Alexander Bommes und Esther Sedlaczek moderiert, auch bei Übertragungen von Livesport-Events in der ARD im Einsatz. Seit 2021 präsentiert sie gemeinsam mit Experte Sven Hannawald die Skisprung-Wettbewerbe im Ersten.

Beim Bayerischen Rundfunk (BR) soll Ende März über die Wiederwahl von Senderchefin Katja Wildermuth entschieden werden. Für sie wäre es die zweite Amtszeit als Intendantin des öffentlich-rechtlichen Senders. Wildermuth steht seit vier Jahren als erste Frau an der Spitze der viertgrößten ARD-Anstalt. Die Entscheidung trifft der Rundfunkrat, das Aufsichtsgremium des BR, in einer für den 31. März geplanten Wahlsitzung. Wildermuth steht für eine zweite Amtszeit bereit, wie es in einem Brief des Rundfunkratsvorsitzenden zum Wahlablauf an die Mitglieder des Gremiums heißt. Ihre aktuelle Amtszeit läuft noch bis Ende Januar 2026. Von möglichen Gegenkandidat*innen ist bisher nichts bekannt.

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