Im Rahmen des 2005 gegründeten Nahost-Programms wollen die IJP zu einem intensiven Dialog der Medien in einer besonders konfliktreichen Region beitragen und zugleich Journalist*innen aus dem Libanon, Palästina, Jordanien und Ägypten zum Austausch mit ihren deutschen Kolleg:innen einladen. Fünf Journalist*innen aus Deutschland erhalten die Chance auf ein zweimonatiges Reise- und Arbeitsstipendium für den Nahen Osten (Ägypten, Jordanien, Libanon, Palästinensische Gebiete und Israel). Dies geschieht in Zusammenarbeit mit staatlichen Einrichtungen, Stiftungen und Sponsoren in Deutschland und dem Nahen Osten. Zeitgleich wird dieses Stipendium für Journalist*innen der Region ausgeschrieben, die sich für einen zweimonatigen Aufenthalt in Deutschland bewerben können. Mit Hilfe dieses Stipendiums sollen sich jüngere Journalist*innen mit den politischen Themen des Nahen Ostens frühzeitig vertraut machen. Auf diese Weise werden zukünftige Multiplikator*innen für Fragen der deutsch-arabischen wie deutsch-israelischen Beziehungen sensibilisiert und erhalten einen persönlichen Einblick in Mentalität, Kultur und Alltagsleben der Region des Nahen Ostens.
George Weidenfeld Journalistenstipendium – Deutsch-Britisches Programm der IJP
Das Deutsch-Britische Programm der IJP wurde 1995 gegründet. Ihm kommt eine besondere Bedeutung zu, weil kaum ein anderes bilaterales Verhältnis in Europa derart von – mitunter bizarren – Darstellungen in den Medien geprägt ist wie das deutsch-britische. Der Brexit hat dieses Phänomen weiter verstärkt und somit eine journalistische Einordnung in Großbritannien und Deutschland noch wichtiger gemacht. Das Stipendium ermöglicht britischen und deutschen Journalist*innen einen Arbeitsaufenthalt im jeweils anderen Land. Die Stipendiat*innen arbeiten in britischen beziehungsweise deutschen Redaktionen ihrer Wahl und berichten gleichzeitig für ihre Heimatmedien. Auf diese Weise sollen die Teilnehmer*innen die Arbeitsweisen der Medien im Gastland besser kennenlernen und einen unmittelbaren Eindruck von Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft in Großbritannien oder Deutschland gewinnen.
Ernst Cramer & Teddy Kollek Journalistenstipendium
Das Ernst Cramer & Teddy Kollek Programm wurde im Jahr 2004 nach einer Reihe von Alumnireisen nach Israel und in den Libanon ins Leben gerufen. Es ist nach dem deutschen Publizisten Ernst Cramer (1913 – 2010) und dem früheren Jerusalemer Bürgermeister Teddy Kollek (1911 – 2007) benannt. Beide hatten sich mit großer Leidenschaft für eine Aussöhnung zwischen Israel und Deutschland eingesetzt. Im Rahmen des Stipendienprogramms wollen die IJP zu einem intensiven Dialog der Medien in einer besonders konfliktreichen Region beitragen und zugleich Journalist*innen aus dem Nahen Osten zum Austausch mit deutschen Kolleg*innen einladen. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit staatlichen Einrichtungen, Stiftungen und Sponsoren in Deutschland und Israel. Das Stipendium wird zeitgleich für Journalist*innen in Israel ausgeschrieben, die sich für einen zweimonatigen Aufenthalt in Deutschland bewerben können. Seit 2005 sind über das Nahost-Programm der Libanon, Syrien und die Palästinensischen Gebiete in den Austausch einbezogen, mit 2006 auch Jordanien und Ägypten. Derzeit werden jährlich bis zu fünf Journalist*innen aus diesen Ländern nach Deutschland eingeladen; ebenso viele deutsche Medienschaffende werden in den Nahen Osten entsandt.
Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis ehrt Regisseur*innen und Autor*innen, die sich mit ihren Kino-, Fernseh- und Filmproduktionen in herausragender Weise mit dem Thema Menschenrechte auseinandersetzen.
Die Filme tragen zum Verständnis der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 bei und leisten einen eigenständigen Beitrag in aktuellen Menschenrechtsdebatten. Gleichzeitig wird mit dem Preis das gesellschaftspolitische Engagement der Filmemacher*innen gewürdigt.
Zum Wettbewerb können Produktionen von professionell arbeitenden Regisseur*innen/Autor*innen, Studierenden an Hochschulen und von nicht-kommerziell tätigen Filmemacher*innen eingereicht werden.
Der Preis versteht sich als Ehrung durch die Zivilgesellschaft und wird von unabhängigen, demokratischen Akteuren aus der Mitte der Gesellschaft getragen.
Goldener Schlüssel für dokumentarische Nachwuchsfilme
Unterstützt von der Stadt Kassel werden beim Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest (Kasseler Dokfest) die besten dokumentarischen Nachwuchsarbeiten ausgezeichnet. Der Goldene Schlüssel wird bereits zum 24. Mal in zwei Kategorien vergeben: für den besten dokumentarischen Kurzfilm bis 66 Minuten und den besten dokumentarischen Langfilm ab 66 Minuten. Beide Preise sind mit jeweils 2.500 € dotiert. Nominiert werden Arbeiten, deren Regisseur*innen zum Zeitpunkt der Fertigstellung der Arbeit nicht älter als 35 Jahre waren.
"Impact" ist die Medienkategorie des Caritas Awards der Erzdiözese München und Freising e.V. Ausgezeichnet werden professionelle mediale Arbeiten aus Journalismus, Dokumentation, Fotografie, Audio, Video, Social Media und digitalem Storytelling, die soziale Realität sichtbar machen und gesellschaftliche Wirkung entfalten. Gesucht sind Geschichten mit Haltung, Qualität und Mut zu innovativem Erzählen – unabhängig von Medium oder Reichweite. Entscheidend ist, was ein Beitrag bewirkt: Perspektiven öffnen, Menschen eine Stimme geben, soziale Themen verständlich in die Öffentlichkeit bringen. Medienschaffende zeigen mit ihrem Beitrag, warum Kommunikation Engagement ist.
Die Auszeichnung „MedienLÖWIN Silber“ soll Journalistinnen und Journalisten motivieren, sich mit den Lebenssituationen von Frauen kritisch auseinanderzusetzen. Sie will ein zeitgemäßes Frauenbild sowie die gleichberechtigte Teilhabe unterstützen und Mediennutzerinnen Mut machen, ihren persönlichen Lebensentwurf selbstbestimmt zu verwirklichen. Der Preis wird EU-weit für deutschsprachige Journalistinnen und Journalisten jedes Mediums (Print, TV, HF, online) ausgelobt. Die „MedienLÖWIN Silber“ freut sich auf journalistisch anspruchsvolle Berichterstattung sowie gendergerechte Sprache.
Die eingereichten Beiträge müssen im Zeitraum Juli 2025 bis Juni 2026 publiziert worden sein und sollten einen Umfang von max. 10 Manus-Seiten (andere Medien analog) nicht überschreiten.
Die Auszeichnung würdigt Medien, Redaktionsteams und Medien-Initiativen, die umfassende Frauenschwerpunkte setzen bzw. sich kontinuierlich und nachhaltig durch besonders frauenfreundliche, frauenunterstützende und -stärkende journalistische Arbeit auszeichnen. Medien bzw. Teams, denen frauenspezifische Themen ein Anliegen sind und die entsprechende deutschsprachige Publikationen (TV, HF, Print, online; z.B. Artikel-Serien, regelmäßige Kolumnen, Schwerpunkt-Aktionen) zwischen Juli 2025 und Juni 2026 veröffentlicht haben, können ihre Beiträge unter dem Betreff „MedienLÖWE“ einreichen. Auch Interessierte, Chefredaktionen, Medienfrauen-Netzwerke und Ausbildungsinstitutionen sind eingeladen, ihre Favorit*innen für den Preis zu nominieren.
TOM – Medienpreis der Deutschen Kinderhospizstiftung
Die Lebenssituationen von Familien, deren Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene lebensverkürzend erkrankt sind, berühren zentrale gesellschaftliche, medizinische und ethische Aspekte. Die Kinder- und Jugendhospizarbeit sowie die pädiatrische Palliativversorgung leisten in diesem Kontext eine unverzichtbare und hochsensible Arbeit – sie begleiten, entlasten und stärken Familien im extrem herausfordernden Alltag. Trotz enormer Relevanz findet man diese Inhalte nur selten in der öffentlichen Berichterstattung wieder. Die deutsche Kinderhospizstiftung möchte Journalistinnen und Journalisten einladen, sich diesen vielschichtigen sensiblen Fragestellungen zu widmen – mit Beiträgen, die informieren, berühren und sensibilisieren. Ihre Perspektive kann dazu beitragen, gesellschaftlich bedeutsame Themen sichtbar zu machen und gesellschaftliche Aufmerksamkeit zu schaffen. Gesucht werden journalistische Arbeiten, die sich mit Inhalten der Kinder- und Jugendhospizarbeit oder der pädiatrischen Palliativversorgung auseinandersetzen – sei es in Form von Reportagen, Interviews, Porträts, Hintergrundberichten oder multimedialen Formaten. Besonders willkommen sind Beiträge, die neue Perspektiven eröffnen, berühren und zum gesellschaftlichen Dialog anregen. TOM wird in den Kategorien Bewegtbild/Video; Hörfunk/ Audio sowie Text/Print vergeben, jede Kategorie ist mit 1.500 Euro dotiert.
Kölner Recherchepreis für journalistische Nachwuchstalente
Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ lobt seit 2023 den „Kölner Recherchepreis“ für junge Journalist:innen aus. Der in Kooperation mit der Lingen-Stiftung vergebene Preis fördert Nachwuchstalente bis 35 Jahre, die sich in ihrer Arbeit klassischen journalistischen Grundsätzen, insbesondere der gründlichen Recherche, verpflichtet fühlen. Der kritische Blick und das aufklärerisch-investigative Herangehen an Themen sind für den Journalismus im digitalen Zeitalter wichtiger denn je. Mit dem "Kölner Recherchepreis" zeichnen der "Kölner Stadt-Anzeiger" und die Lingen-Stiftung exzellente investigative Arbeiten aus. Sie möchten damit junge Kolleginnen und Kollegen zu eigenen investigativen Recherchen ermutigen. Ebenso möchte der Preis die Grundpfeiler des Qualitätsjournalismus gezielt im Bereich der deutschen Lokal- und Regionalzeitungen fördern, denen auch im digitalen Zeitalter eine bedeutende Rolle zukommt.
Mit dem DGPPN-Medienpreis Psyche und Wissenschaft zeichnet die DGPPN herausragende journalistische Arbeiten zu Themen der Erwachsenenpsychiatrie und -psychotherapie aus, die zur Popularisierung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und Diskurse von gesellschaftlicher Relevanz beitragen und diese korrekt und zugleich allgemeinverständlich vermitteln. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert und wird jährlich auf dem DGPPN Kongress im November in Berlin verliehen.
Für den Deutsch-tschechischen Journalistenpreis werden Geschichten gesucht, die den Blick auf das Nachbarland schärfen und zum gegenseitigen Verständigung beitragen. Ausgezeichnet werden Journalistinnen und Journalisten, die Themen und Geschichten aus dem jeweiligen Nachbarland anschaulich und überzeugend vermitteln. Ihre Arbeiten greifen aktuelle Entwicklungen auf, ordnen sie in größere Zusammenhänge ein und tragen so zur besseren Verständigung zwischen Deutschen und Tschechen bei. Eingereicht oder vorgeschlagen werden können Beiträge in den Kategorien Text, Audio und Multimedia. Mit dem Sonderpreis „Milena Jesenská“ wird zudem ein Beitrag gewürdigt, der sich aus aktueller Perspektive mit den Themen Zivilcourage, interkulturelle Verständigung und Toleranz auseinandersetzt. Alle Kategorien sind mit einem Preisgeld von jeweils 2.500 Euro dotiert.
Deutsch-Nordeuropäisches Austauschprogramm der IJP
Das Deutsch-Nordeuropäische Programm versteht sich als Forum für den Dialog der fünf nordischen und drei baltischen Staaten mit Deutschland. Es wurde im Jahr 2000 ins Leben gerufen, zunächst mit den fünf nordischen Staaten Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden. Seit 2015 wurde der Austausch um die baltischen Länder Estland, Lettland und Litauen erweitert. Insgesamt umfasst das Programm bis zu 22 Arbeitsstipendien. Während die Teilnehmer*innen aus den nordischen und baltischen Staaten eine deutsche Redaktion besuchen, reisen elf deutsche Stipendiat*innen in je eines der acht nordischen und baltischen Länder. Eine Einführungskonferenz in einer der Hauptstädte bringt die Teilnehmer*innen des Programms zusammen. In Gesprächen mit führenden Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft können sich die Journalist*innen über aktuelle Themen sowie über die deutsch-nordeuropäisch-baltische Zusammenarbeit informieren. Zum Ende des Programms kommen die Fellows in Berlin zu einer intensiven Abschlussveranstaltung zusammen, um sich auszutauschen.
Was bedeutet die Infektionskrankheit HIV/AIDS heute für betroffene Menschen? Und ist HIV/AIDS überhaupt noch ein Thema? Die Deutsche AIDS-Stiftung sagt: Ja. HIV ist und muss noch ein Thema sein. Es bleibt aktuell und erfährt gleichzeitig eine große Wandlung. Themen der Zukunft sind zum Beispiel HIV im Alter/Pflege, sich wandelnde Begleiterkrankungen, zu späte Testung und deren Folgen. Auch die internationalen Herausforderungen bleiben. Sie sollten weiter thematisiert werden. Sachliche und kompetente Medienarbeit, die an den Menschen orientiert ist, zeichnet die Stiftung schon seit 38 Jahren aus: Der Medienpreis HIV/AIDS gehört zur Stiftung seit ihrer Geburtsstunde im Jahr 1987. Der Medienpreis HIV/AIDS ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert.
European Publishing Congress (17.06. – 18.06.2026)
Der European Publishing Congress bringt Medienprofis aus ganz Europa in Wien zusammen. Chefredakteure und Medienmanager diskutieren über die Zukunft ihrer Branche. Dazu präsentieren außergewöhnliche Medienmacher ihre Print und Online-Projekte zu Themen aus den Bereichen Content, Strategie und Design. Im Rahmen des Kongresses werden die European Publishing Awards für Europas beste Tageszeitungen, Magazine, Digitalprojekte und Corporate Media vergeben. Auftakt der Konferenz ist das Get-together am 17. Juni 2026.
Die Frauen-Alterssicherungskonferenz 2026 von ver.di und dem Sozialverband Deutschland (SoVD) widmet sich der Frage, wie Alterssicherung, Arbeitszeitpolitik und ökonomische Unabhängigkeit von Frauen zusammenhängen. Im Mittelpunkt steht, welche Folgen aktuelle renten- und arbeitszeitpolitische Debatten für Frauen haben – insbesondere vor dem Hintergrund von Teilzeit, Sorgearbeit, unterbrochenen Erwerbsbiografien und nach wie vor ungleichen Einkommen.
Die Konferenz greift damit zentrale gleichstellungspolitische Fragen auf: Wie lässt sich Altersarmut von Frauen wirksam bekämpfen? Welche Auswirkungen haben Reformen bei Rente und Arbeitszeit auf die eigenständige Existenzsicherung? Was braucht es, damit gute Arbeit und soziale Absicherung
auch im Alter für Frauen verlässlich zusammengehen? Die Veranstaltung bietet Raum für fachliche Einordnung, politische Debatte und den Austausch über Perspektiven einer geschlechtergerechten Alterssicherung. Sie richtet den Blick auf politische Weichenstellungen, die für Frauen heute und in
Zukunft entscheidend sind. Uhrzeit: 10:00 – 15:30. Ort: ver.di-Bundesverwaltung, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin.
Das Seminar soll größere Sicherheit bei der Erschließung des Medienmarktes und der
Vermarktung journalistischer Leistungen vermitteln sowie in der Praxis anwendbare
Beispiele für die Selbstvermarktung zur Diskussion stellen. Das Seminar wendet sich vor allem an Journalist*innen, die den Einstieg in den Markt als
Freie frisch vollzogen haben oder noch vollziehen wollen, aber auch an Kolleg*innen, die sich
ein neues, bisher nicht genutztes Medium erschließen wollen.
Die CORRECTIV.Lokal Konferenz ist Treffpunkt für Lokal- und Regionaljournalismus in Deutschland. Seit 2023 bringt die Konferenz einmal im Jahr mehr als 350 Medienschaffende zusammen und schafft einen Raum für Austausch, Weiterbildung und Innovation im Lokaljournalismus. Ort der Konferenz ist 2026 die Hyparschale in Magdeburg. "Wir gehen bewusst dorthin, wo journalistische Arbeit besonders gefordert ist – auch mit Blick auf die politischen Entwicklungen in Sachsen-Anhalt. In der Hyparschale schaffen wir Raum für offene Gespräche, neue Perspektiven und starke Vernetzung", heißt es auf der Website zur
Veranstaltung. Ein Kooperationspartner der CORRECTIV.Lokal Konferenz 2026 ist die Magdeburger Volksstimme. Als fest in der Region verankertes Medium bringt sie ihre Perspektiven und Erfahrungen aus dem journalistischen Alltag in Sachsen-Anhalt in die Konferenz ein.