Solidarität mit Dunja Hayali

Dunja Hayali. Foto: ZDF/Klaus Weddig

Die Deutsche Journalistinnen und Journalisten Union (dju) in ver.di erklärt sich uneingeschränkt solidarisch mit der ZDF-Moderatorin Dunja Hayali. Hayali war im Zusammenhang mit ihrer Berichterstattung erneut zum Ziel von Beleidigungen und Drohungen geworden. „Wer Journalist*innen angreift, greift unsere Demokratie an“, betont der dju-Co-Vorsitzender Peter Freitag.

Kritik sei Teil des Berufs, so der Gewerkschafter. „Hetzkampagnen und Todesdrohungen sind jedoch kein Ausdruck von Meinungsfreiheit, sondern gezielte Attacken auf die Pressefreiheit.“ Derartige Äußerungen seien nicht vom Grundrecht auf freie Meinungsäußerung gedeckt und müssten strafrechtliche Konsequenzen haben.

Die dju ruft Politik, Medienhäuser und Öffentlichkeit auf, sich demonstrativ hinter Hayali und alle Journalist*innen zu stellen, die Opfer solcher Kampagnen werden.

Freitag verweist zudem auf den Schutzkodex, eine von Medienhäusern beschlossene Selbstverpflichtung, die ein 360-Grad-Schutzpaket für Beschäftigte vorsieht – von juristischer und psychologischer Unterstützung über Ansprechpartner*innen bis hin zu konkreten Sicherheitsmaßnahmen. Dessen konsequente Umsetzung in den Medienhäusern könne man gar nicht laut genug betonen, denn „jeder Angriff auf unsere Kolleg*innen ist auch eine Attacke auf die Demokratie.“

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Tarifeinigung beim ZDF

ver.di und das ZDF haben sich in den Tarifverhandlungen auf einen Abschluss für die Beschäftigten verständigt. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von 29 Monaten vom 1. August 2026 bis zum 31. Dezember 2028. Leermonate gibt es nicht.
mehr »

No-SLAPP: Wehrhaft gegen Antifeminismus

Das sechste Kapitel des No-SLAPP-Handbuchs beschäftigt sich mit antifeministischen Angiffen. Es baut auf einem Workshop auf, der im September 2025 in Hamburg stattfand und Teil der Veranstaltung „Safer community conference: Übergriffe bei Tanzveranstaltungen rechtssicher besprechbar & Tanzcommunities sicherer machen" war. Das Kapitelenthält zahlreiche Tipps und Hinweise aus der feministischen Zivilgesellschaft, insbesondere von der Meldestelle Antifeminismus der Amadeu Antonio Stiftung.
mehr »

Kürzt Sachsen bei Pressefreiheit?

Dem Europäischen Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF) in Leipzig droht offenbar erneut eine Kürzung seiner Zuschüsse aus dem sächsischen Staatshaushalt. Für die beiden Jahre 2027 und 2028 sei im Entwurf für den Doppelhaushalt eine Förderung von jeweils 120.000 Euro vorgesehen, so die Sächsische Staatskanzlei gegenüber epd.
mehr »

Mehr zuhören, weniger zuspitzen

Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen appelliert an den Journalismus, sich mehr auf gute Gespräche zu fokussieren. Er sieht die Zukunft des Journalismus eher im Moderieren als im Zuspitzen. Das sei in seinen Augen auch die einzige Chance, dass unabhängiger und seriöser Journalismus überhaupt weiter bestehen könne. Die Beziehung zwischen Publikum und Journalismus müsse neu definiert werden.
mehr »