Solidarität mit Dunja Hayali

Dunja Hayali. Foto: ZDF/Klaus Weddig

Die Deutsche Journalistinnen und Journalisten Union (dju) in ver.di erklärt sich uneingeschränkt solidarisch mit der ZDF-Moderatorin Dunja Hayali. Hayali war im Zusammenhang mit ihrer Berichterstattung erneut zum Ziel von Beleidigungen und Drohungen geworden. „Wer Journalist*innen angreift, greift unsere Demokratie an“, betont der dju-Co-Vorsitzender Peter Freitag.

Kritik sei Teil des Berufs, so der Gewerkschafter. „Hetzkampagnen und Todesdrohungen sind jedoch kein Ausdruck von Meinungsfreiheit, sondern gezielte Attacken auf die Pressefreiheit.“ Derartige Äußerungen seien nicht vom Grundrecht auf freie Meinungsäußerung gedeckt und müssten strafrechtliche Konsequenzen haben.

Die dju ruft Politik, Medienhäuser und Öffentlichkeit auf, sich demonstrativ hinter Hayali und alle Journalist*innen zu stellen, die Opfer solcher Kampagnen werden.

Freitag verweist zudem auf den Schutzkodex, eine von Medienhäusern beschlossene Selbstverpflichtung, die ein 360-Grad-Schutzpaket für Beschäftigte vorsieht – von juristischer und psychologischer Unterstützung über Ansprechpartner*innen bis hin zu konkreten Sicherheitsmaßnahmen. Dessen konsequente Umsetzung in den Medienhäusern könne man gar nicht laut genug betonen, denn „jeder Angriff auf unsere Kolleg*innen ist auch eine Attacke auf die Demokratie.“

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Übergriffe im Sachsen-Anhalt-Wahlkampf

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ging mit einem bislang  beispiellosen Ausmaß an Angriffen auf Medienschaffende einher. Die dju in ver.di zieht nach dem Wahlwochenende eine alarmierende Bilanz. Seit Beginn der Erfassung im Mai 2026 wurden insgesamt 46 dokumentierte Fälle von Übergriffen, Einschüchterungen und massiven Behinderungen gezählt. 
mehr »

Was braucht junger Journalismus?

Zehn Landesverbände, 15.000 Mitglieder, rund 300 Veranstaltungen im Jahr, das ist die Bilanz der Jugendpresse Deutschland, die Clara Hoheisel, Geschäftsführende Bundesvorständin beim Sommerfest der Jugendpresse Deutschland am Freitag in Berlin-Neukölln bekannt gab. Zur Eröffnung gab es ein Gespräch mit ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner über das Thema „Was braucht junger Journalismus“.
mehr »

No SLAPP Handbuch: Strafrecht

Was tun, wenn das Strafrecht instrumentalisiert wird, um gegen unerwünschte Berichterstattungen vorzugehen? Das vierte Handbuchkapitel soll Journalist*innen helfen, mit entsprechenden Strafanzeigen umzugehen, insbesondere wegen Beleidigungsdelikten.
mehr »

Filmtipp: Vaterland

Der optisch wie inhaltlich gleichermaßen faszinierende polnisch-deutsche Film „Vaterland“ erzählt von Thomas Manns erstmaliger Rückkehr in die einstige Heimat nach 16 Jahren im amerikanischen Exil. Mit Hanns Zischler ist die Hauptrolle perfekt besetzt. Sandra Hüller bestätigt als Tochter Erika einmal mehr ihre Ausnahmestellung unter den deutschen Schauspielerinnen.
mehr »