Diese Fernsehsender werden eingestellt

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Foto: Auchiv

Zum Jahresende werden die Sender Tagesschau24, One und ARD-alpha eingestellt, das verkündeten heute ARD und ZDF. Anlass ist der seit Dezember geltende Reformstaatsvertrag, der den Sendern unter anderem auftrug, zwei der linearen Informationssender und einen ihrer Sender für junge Zielgruppen zu streichen.

„ARD und ZDF zeigen sich zuversichtlich, ihren Informationsauftrag auch ohne ARD-alpha und Tagesschau24 erfüllen zu können. Ob sie das auch bei aktuellen Nachrichtenlagen weiterhin ausreichend tun, wird nicht zuletzt der neue Medienrat prüfen müssen“, zeigt sich Christoph Schmitz-Dethlefsen, für Medien zuständiges Mitglied im Bundesvorstand von ver.di, skeptisch.

In Bezug auf die Streichung des jungen Angebots One appelliert der Gewerkschafter an die Verantwortlichen in den Sendern und in der Medienpolitik: „Öffentlich-rechtliche Medien müssen alle im Land erreichen. Teenager und junge Erwachsene nutzen Medienangebote auf anderen Plattformen und Streamingdiensten längst weitaus intensiver als die Angebote der Öffentlich-Rechtlichen. Einen Generationenabriss bei ARD, ZDF und Deutschlandradio zu verhindern, ist verfassungsrechtliche Notwendigkeit und Aufgabe. Die Streichung der drei Kanäle sollten die Sender jetzt zum Anlass nehmen, ihre Zielgruppen-Strategie bei Informations-, Unterhaltungs-, Kultur- und Bildungsangeboten nachzusteuern. Junge Menschen durch ein attraktives und relevantes Angebot langfristig für die öffentlich-rechtlichen Medien zu gewinnen, das hat Priorität. Auch im Einsatz ihrer Mittel muss sich dieser Schwerpunkt widerspiegeln.“

Mit Blick auf die Medienpolitik und die Vorgaben des Reformstaatsvertrags, etwa zum Verbot von Online-Texten ohne Sendungsbezug, richtet sich Schmitz-Dethlefsen an die politischen Entscheiderinnen und Entscheider: „Die Rundfunkpolitik muss den Anstalten den nötigen Handlungsspielraum für zeitgemäße Strategien verschaffen, gerade wenn – wie nun von der Medienpolitik erzwungen – ein Kanal für junges Publikum eingestellt wird. Die Vorschrift der sogenannten Presseähnlichkeit ist da kontraproduktiv. Um diese regulatorische Fehlentwicklung zu korrigieren, sollte die Rundfunkkommission ihre aktuelle Arbeit am Digitale Medien-Staatsvertrag pragmatisch nutzen. Die Medienpolitik ist mit dafür verantwortlich, öffentlich-rechtliche Medien in unserer zukünftigen Gesellschaft etablieren zu können.“

 

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