UCI gibt im Tarifkonflikt nach

Icon Kino Film

foto: ver.di

Nach intensiven und konstruktiven Verhandlungen haben sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die United Cinemas International (UCI) im Tarifkonflikt in der dritten Verhandlungsrunde auf ein umfassendes Tarifergebnis verständigt. „Damit sind weitere Streiks in den UCI-Kinos vorerst abgewendet“, so ver.di-Verhandlungsführer Andreas Köhn.

Rückwirkend zum 1. Januar 2026 steigen die Gehälter der Beschäftigten in vier Stufen um insgesamt 6,8 Prozent. Für Mitarbeitende, die bislang lediglich den gesetzlichen Mindestlohn erhalten haben, bedeutet dies eine spürbare Verbesserung sowie entsprechende Nachzahlungen.

Darüber hinaus wird die Jahressonderzahlung in zwei Stufen auf 1.000 Euro angehoben. Auch die Zuschläge werden erhöht und damit die Arbeitsbedingungen insgesamt weiter verbessert. Der Tarifvertag hat eine Laufzeit von 24 Monate.

Köhn lobte die konstruktiven Gespräche: „Bei allen unterschiedlichen Interessen waren es jederzeit respektvolle Verhandlungen.“ UCI habe – trotz wirtschaftlich herausfordernder Zeiten – die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen in den Kinos wertgeschätzt. „Eine wesentliche Rolle für den erfolgreichen Abschluss spielte auch die hohe Streikbereitschaft unter den Beschäftigten, die den Verhandlungen zusätzlichen Nachdruck verliehen hat“, betonte der Gewerkschafter.


Beide Tarifparteien haben eine Erklärungsfrist von einer Woche vereinbart.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Wenn Redakteurinnen streiken

Am 10. März blieben bei den Tageszeitungen Taz und nd – der Tag einige Seiten weiß. In beiden Redaktionen hatten sich Journalistinnen aber auch Lektorinnen und andere Mitarbeiterinnen am 9. März am  FLINTA* -Streik beteiligt und die Arbeit niedergelegt.
mehr »

ver.di fordert Schutzkodex im ÖRR

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert von ARD, ZDF und Deutschlandradio den Schutz von Journalist*innen einen entscheidenden Schritt voranzubringen: Bisher hat sich noch keine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt dem Schutzkodex angeschlossen. In vielen anderen Medienhäusern gelten die Regelungen des „Schutzkodex“ für Medienschaffende allerdings längst.
mehr »

Journalistinnen vor Online-Hass schützen

Zum Internationalen Frauentag warnt die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di vor zunehmender digitaler Gewalt gegen Journalistinnen. Die Gewerkschaft fordert verbindliche Schutzstandards für Medienschaffende und mehr Verantwortung der Medienhäuser beim Schutz ihrer Beschäftigten.
mehr »

RBB: Zweifel bei „Zusammenarbeit“

„Neue Zusammenarbeit“ – so heißt beim RBB das aktuell größte Umbauprojekt. Es soll die Rahmenbedingungen für die journalistische Arbeit verbessern. Dazu gehört eine Umstrukturierung und Verkleinerung der zweiten Führungsebene, der unterhalb des Direktoriums. Vorgesehen sind nur noch acht statt bisher zwölf Positionen. Sie wurden öffentlich ausgeschrieben und sollen bis Anfang April besetzt werden. Doch vom RBB-Personalrat kommt Kritik.
mehr »