Warnstreik in Hannover beim NDR

Das war ein Auftakt nach Maß. An seinem ersten Arbeitstag als Leiter des ver.di-Landesbezirks Niedersachsen-Bremen konnte sich Wolfgang Denia von der Kampfbereitschaft der Kolleginnen und Kollegen im NDR-Funkhaus Hannover überzeugen. 150 NDR-Beschäftigte ließen am 25. April zwei Stunden die Arbeit ruhen. Nachdem die Tarifpartner 1997 einer Verschlechterung der Altersversorgung aus Sorge um die Arbeitsplätze zugestimmt hatten, war jetzt das Maß voll. Die Absicht der NDR-Führung, die Gehaltstarifverhandlungen mit denen über die Altersversorgung zu verknüpfen, verärgerte die Kolleginnen und Kollegen zusätzlich. „Unsere Pensionäre sind schon jetzt schlechter gestellt als die im öffentlichen Dienst“, stellte Friedhelm Klinkhammer, ver.di-Vorsitzender im NDR, ernüchtert fest. Damit die NDR-Führung auch ja nicht überhören konnte, bliesen ihnen einige Orchestermusiker eine kräftige Marschmusik-Mixtur, die von der Internationale bis hin zu Verdi-Ouvertüren reichte.

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