Tarifflucht vom Tisch

Das Darmstädter Echo begeht keine Tarifflucht. Für die Beschäftigten der Medienhaus Südhessen GmbH, der Echo Druck und Service GmbH und der Echo Zeitungen GmbH wird es keinen Wechsel in tariflose Betriebe geben, die Tarifbindung bleibt erhalten. Nach Monaten der Ungewissheit musste der Echo-Arbeitgeber seinen Plan schließlich aufgeben und hat eingelenkt, was auch dem Druck aus der Belegschaft durch zahlreiche Proteste zu verdanken ist.
Das Ergebnis ist ein wichtiger Teilerfolg im Kampf um gerechte Bezahlung der Beschäftigten im Darmstädter Echo. Grund für „Jubel-Bekundungen“ gebe es aber nicht, heißt es bei ver.di Hessen. Es existiere nach wie vor noch eine große, ungelöste „Baustelle“: die Ankündigung des Arbeitgebers, Neueinstellungen künftig nur noch unter Tarif vorzunehmen, bleibt bestehen und ist seit dem 1. Juli 2012 bereits in einigen Fällen traurige Praxis geworden. „Wir werden uns jedoch nicht damit abfinden, dass die Tarifbindung beim Echo sich irgendwann einmal ,biologisch’ erledigt haben wird“, sagte ver.di-Sekretär Volker Koehnen.

 

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