Tarifflucht vom Tisch

Das Darmstädter Echo begeht keine Tarifflucht. Für die Beschäftigten der Medienhaus Südhessen GmbH, der Echo Druck und Service GmbH und der Echo Zeitungen GmbH wird es keinen Wechsel in tariflose Betriebe geben, die Tarifbindung bleibt erhalten. Nach Monaten der Ungewissheit musste der Echo-Arbeitgeber seinen Plan schließlich aufgeben und hat eingelenkt, was auch dem Druck aus der Belegschaft durch zahlreiche Proteste zu verdanken ist.
Das Ergebnis ist ein wichtiger Teilerfolg im Kampf um gerechte Bezahlung der Beschäftigten im Darmstädter Echo. Grund für „Jubel-Bekundungen“ gebe es aber nicht, heißt es bei ver.di Hessen. Es existiere nach wie vor noch eine große, ungelöste „Baustelle“: die Ankündigung des Arbeitgebers, Neueinstellungen künftig nur noch unter Tarif vorzunehmen, bleibt bestehen und ist seit dem 1. Juli 2012 bereits in einigen Fällen traurige Praxis geworden. „Wir werden uns jedoch nicht damit abfinden, dass die Tarifbindung beim Echo sich irgendwann einmal ,biologisch’ erledigt haben wird“, sagte ver.di-Sekretär Volker Koehnen.

 

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

VR-Formate im Dokumentarfilm

Mit klassischen Dokumentationen ein junges Publikum zu erreichen, das ist nicht einfach. Mit welchen Ideen es aber dennoch gelingen kann, das stand auf der Sunny Side of the Doc in La Rochelle im Fokus. Beim internationalen Treffen der Dokumentarfilmbranche ging es diesmal auch um neue Erzählformen des Genres wie Virtual Reality (VR).
mehr »

Erneute Streiks bei NDR, WDR, BR, SWR 

Voraussichtlich bis Freitag werden Streiks in mehreren ARD-Sendern zu Programmänderungen, Ausfällen und einem deutlich veränderten Erscheinungsbild von Radio- und TV-Sendungen auch im Ersten Programm führen. Der Grund für den erneuten Streik bei den großen ARD-Rundfunkanstalten ist ein bereits im siebten Monat nach Ende des vorhergehenden Tarifabschlusses immer noch andauernder Tarifkonflikt.
mehr »

krassmedial: Diskurse demokratisch gestalten

Besonders auf Social-Media-Plattformen wie TikTok und Telegram verbreiten sich rechtsextreme Narrative, die zur Polarisierung der Gesellschaft beitragen. Wie Journalist*innen dem entgegen wirken und antidemokratische Diskursräume zurückgewinnen können, diskutierten und erprobten etwa 70 Teilnehmende der diesjährigen #krassmedial-Sommerakademie von ver.di am Wochenende in Berlin-Wannsee.
mehr »

KI-Bots: Kompletten Schutz gibt es nicht

KI-Bots durchstreifen das Netz, „scrapen“, also sammeln dabei auch journalistische Inhalte, um damit KI-Modelle wie Chat GPT zu trainieren. Welche technischen Maßnahmen können Journalist*innen ergreifen, um ihren Content zu schützen? Tipps des KI-Beraters Branko Trebsche.
mehr »