Kann TikTok Lokaljournalismus?

TokTok-App auf Smartphone

TikTok ist ein soziales Netzwerk, um kurze Videos hochzuladen Foto: Unsplash

Sonja Peteranderl hat  mit der Journalistin und Medienberaterin Pauline Tillmann darüber gesprochen, wie TikTok helfen kann, Lokaljournalismus zu stärken. „Medien können es sich heutzutage nicht leisten, nicht auf TikTok präsent zu sein”, sagt Tillmann. Zahlreiche Beispiele zeigen: Das Format wird (immer noch) unterschätzt.

„Wer zwischen 16 und 24 Jahre alt ist, bezieht Informationen vor allem aus den sozialen Medien und besucht in den seltensten Fällen die Website der Heimatzeitung”, sagt Pauline Tillmann im Journalist. Wer TikTok ignoriere, riskiere, „eine ganze Generation zu verlieren“. Doch die Realität, schreibt Sonja Peteranderl, sehe ernüchternd aus: Viele Lokalzeitungen haben zwar TikTok-Accounts, allerdings mit sehr unterschiedlicher Reichweite. Das hätten auch Tillmanns Recherchen ergeben.

Kann es überhaupt gelingen, junge Menschen mit regionalen Inhalten zu erreichen? Pauline Tillmanns wundert sich im Gespräch mit Sonja Peteranderl mehr darüber, dass es in Redaktionen immer noch heißt: wenn mehr Personen im Video-Bereich eingesetzt werden, müssten wir Reporter*innenstellen gestrichen werden. Ihr zufolge gäbe es keine Alternative dazu, in Videoformate zu investieren.

Lokale Themen stechen in der Content-Flut heraus

Einen starken Einblick gibt Peteranderl dazu im Gespräch der Süddeutschen Zeitung – die natürlich andere Ressourcen zur Verfügung habe als andere. Aber ihr Social-Team in München ist gut aufgestellt. Ebenfalls überzeugend wirkt die vorgestellte Arbeit von Johanna Rüdiger, die bei der Deutschen Welle tätig ist und seit sechs Jahren einen fast ausnahmslos community-getriebenen TikTok-Kanal mit inzwischen über 350.000 Follower*innen betreibt, Schwerpunkt: lokaler Politikjournalismus.

Der ausführliche Beitrag mit vielen weiteren Beispielen zeigt: „Gerade Lokalmedien können auf TikTok mit etwas punkten, das sie in der Content-Flut einzigartig macht: ihre Region spürbar machen und nah an den Menschen sein“, so Sonja Peteranderl.

 

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