Durchstarten in den Journalismus

Bild: 123rf

Journalismus ist ein besonderer Beruf. Er eröffnet die Möglichkeit, Menschen zu begegnen, Geschichten zu erzählen, Zusammenhänge sichtbar zu machen und über Dinge zu berichten, die sonst verborgen bleiben würden. Es ist ein aufregender und aufreibender Beruf. Aber wie gelingt der Start ins Berufsleben?

Rund 218.000 Frauen und Männer übten 2024 laut Mikrozensus eine Tätigkeit in Redaktion und Journalismus, Verlags- und Medienwirtschaft oder in der Öffentlichkeitsarbeit aus. Der Großteil entfällt mit 157.000 Erwerbstätigen auf Tätigkeiten in Redaktion und Journalismus. Hierzu zählen neben den Berufen Redakteur*in und Journalist*in auch Tätigkeiten als Autor*in und Lektor*in.

Viele, die diesen Weg gehen, tun das aus Überzeugung. Weil sie Fragen stellen wollen. Weil sie sich für die Welt interessieren. Gleichzeitig verändert sich der Journalismus gerade stark. Digitale Plattformen prägen, wie Informationen wahrgenommen werden. Künstliche Intelligenz verändert Recherche, Produktion und Arbeitsabläufe in Redaktionen. Und das Vertrauen in Medien wird immer wieder öffentlich diskutiert. Gerade deshalb bleibt guter Journalismus unverzichtbar: Menschen brauchen verlässliche Informationen, Einordnung und Orientierung mehr denn je.

Es gibt viele Wege in diesen Beruf

Den einen richtigen Weg in den Beruf gibt es nicht – und auch keine einheitliche Voraussetzung. Und glücklicherweise sind die Hürden für einen guten Start in den Beruf auch gesunken. Manche Journalist*innen studieren oder absolvieren ein Volontariat, andere kommen über Praktika, freie Mitarbeit oder eigene journalistische Projekte in den Beruf. Journalismus ist vor allem ein Handwerk. Viel wichtiger als ein formaler Abschluss ist deshalb praktische Erfahrung: recherchieren, schreiben, nachfragen – und immer wieder dazulernen.

Journalismus ist aber aufgrund seiner starren Strukturen bei gleichzeitig hohen Anforderungen auch anfällig für Diskriminierung. Das gilt für die Ausübung des Berufs sowie für den Einstieg. Menschen mit Betreuungsaufgaben können z.B. kaum das Pensum einer Vollzeit-Ausbildung erfüllen. Teilzeit-Volontariate können hier helfen, sind aber oft zu schlecht vergütet, als dass sie für den Lebensunterhalt ausreichen könnten. Dafür müssen die Sender und Medienhäuser Verantwortung übernehmen.


Mehr dazu in der unserem M-Spezial zum Berufseinstieg:

 

 

 

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