Millionenschweres Verlust-Engagement

Die „Rhein-Zeitung“ ist nach Verlagsangaben mit 240 000 verkauften Exemplaren, elf Lokalredaktionen und 18 Heimatausgaben, zum Teil unter eigenem Titel, eine der „großen regionalen Tageszeitungen in Deutschland“.

Das Blatt erscheint seit April 1946, bereits einen Monat später wurden einzelne Lokalausgaben herausgegeben. Das „Mutterhaus“ in Koblenz, die Mittelrhein Verlag GmbH, besteht seit 1948.

Bei einer Unternehmenskrise 1996 wurde bei der „Rhein-Zeitung“ bereits um Tarifgeltung gestreikt. Stellenabbau konnte seinerzeit verhindert werden, allerdings trat das Unternehmen aus dem Verlegerverband aus. Ein millionenschweres Engagement in Tschechien soll der Firmengruppe in den vergangenen Jahren Verluste eingefahren haben.

Das Verbreitungsgebiet der im nördlichen Rheinland-Pfalz als Monopolblatt geltenden „Rhein-Zeitung“ erstreckt sich zwischen Mainz und Bad Neuenahr / Ahrweiler in ost-westlicher Ausdehnung sowie zwischen Betzdorf, Birkenfeld und Meisenheim in der Nord-Süd-Achse.

Landesweite Mitbewerber sind die „Mainzer Allgemeine“, der „Triersche Volksfreund“ und die „Rheinpfalz“ (Ludwigshafen).

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Big Tech verändert TV und Streaming

Bei den Video-Streaming-Plattformen verteidigte YouTube im Jahr 2025 erfolgreich seine Führungsposition und erreicht 72 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren. Die öffentlich-rechtlichen Streaming-Netzwerke von ARD, ZDF, Arte und 3sat kommen auf über 60 Prozent, dicht gefolgt von Netflix und Amazon Prime Video. Doch auch die Sender des ÖRR nutzen YouTube als Ausspielweg ihrer Inhalte. 
mehr »

Europas Machtprobe mit den Plattformen

Wegen mangelnder Transparenz bei Werbung und Nutzerkonten hat die EU-Kommission eine Strafe in Höhe von 120 Millionen Euro gegen den Onlinedienst X verhängt. Mit dem Digital Services Act (DSA) will die EU das Netz demokratisch kontrollieren. Doch Verfahren gegen X, TikTok und Meta zeigen, wie schnell die angestrebte Regulierung zur politischen Auseinandersetzung wird.
mehr »

Gespräche aufnehmen: Was ist erlaubt?

"Ich lasse nun die Aufnahme mitlaufen.“ In Interviewsituationen am Telefon sind Tonaufnahmen unproblematisch, wenn die Beteiligten sich darauf verständigen. Unsicherheiten bestehen aber, wenn Gespräche heimlich aufgenommen wurden, beispielsweise von Informant*innen. Darf die Aufnahme veröffentlicht werden? Können die Informationen aus dem Gespräch verwendet werden?
mehr »

Inhalte brauchen Moderation

Theresa Lehmann ist Tiktok-Expertin bei der Amadeu Antonio Stiftung. Sie leitete das Modellprojekt pre:bunk, das zum Ziel hatte, Jugendliche mit Videoformaten zu Desinformation auf TikTok zu sensibilisieren. Mit M sprach sie über Regulierung, Verbote und Gefahren von Social Media.
mehr »