Millionenschweres Verlust-Engagement

Die „Rhein-Zeitung“ ist nach Verlagsangaben mit 240 000 verkauften Exemplaren, elf Lokalredaktionen und 18 Heimatausgaben, zum Teil unter eigenem Titel, eine der „großen regionalen Tageszeitungen in Deutschland“.

Das Blatt erscheint seit April 1946, bereits einen Monat später wurden einzelne Lokalausgaben herausgegeben. Das „Mutterhaus“ in Koblenz, die Mittelrhein Verlag GmbH, besteht seit 1948.

Bei einer Unternehmenskrise 1996 wurde bei der „Rhein-Zeitung“ bereits um Tarifgeltung gestreikt. Stellenabbau konnte seinerzeit verhindert werden, allerdings trat das Unternehmen aus dem Verlegerverband aus. Ein millionenschweres Engagement in Tschechien soll der Firmengruppe in den vergangenen Jahren Verluste eingefahren haben.

Das Verbreitungsgebiet der im nördlichen Rheinland-Pfalz als Monopolblatt geltenden „Rhein-Zeitung“ erstreckt sich zwischen Mainz und Bad Neuenahr / Ahrweiler in ost-westlicher Ausdehnung sowie zwischen Betzdorf, Birkenfeld und Meisenheim in der Nord-Süd-Achse.

Landesweite Mitbewerber sind die „Mainzer Allgemeine“, der „Triersche Volksfreund“ und die „Rheinpfalz“ (Ludwigshafen).

nach oben

weiterlesen

Entscheidung über Rundfunkbeitrag

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat der Verfassungsbeschwerde der öffentlich-rechtlichen Sender gegen die Blockade der Erhöhung des Rundfunkbeitrags durch Sachsen-Anhalt stattgegeben. Den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten stehe ein grundrechtlicher Finanzierungsanspruch zu. Die Erhöhung des Monatsbeitrags von 17,50 Euro auf 18,36 Euro tritt mit Wirkung vom 20. Juli 2021 an rückwirkend in Kraft. ver.di begrüßt die Entscheidung.
mehr »

Gegen Einschüchterung vor Gericht mit SLAPPs

Ein Bündnis aus Medienorganisationen und NGOs, darunter die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di, hat sich in einem Brief an die medien- und rechtspolitischen Sprecher*innen der demokratischen Parteien im Bundestag gewandt, um auf die wachsende Bedrohung durch sogenannte SLAPPs aufmerksam zu machen. Die „Strategic Lawsuits Against Public Participation“ (strategische Klagen gegen die Beteiligung der Öffentlichkeit) sollen Kritiker*innen einschüchtern und verdrängen.
mehr »

Dreh- und Angelpunkt ist die Staatsferne

Nach dem Scheitern der Bundes-Presseförderung: Wie lassen sich künftig Medienvielfalt erhalten und Qualitätsjournalismus unterstützen? Ein Gutachten von Wissenschaftlern der Universität Mainz liefert interessante Vorschläge zur Hilfe für die Medienbranche. Dreh- und Angelpunkt der Überlegungen ist dabei die gebotene Staatsferne.
mehr »

Drei freie Tage für Redakteure zusätzlich

Die Tarifkommission der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di hat dem erneuerten Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrag für Tageszeitungen zugestimmt. Danach erhalten Redakteurinnen und Redakteure drei zusätzliche freie Tage bis März 2022. Für Freie wurde erneut ein Ausgleichshonorar in Höhe eines durchschnittlichen Monatshonorars aus 2019 vereinbart. Spätestens im November sollen die Tarifverhandlungen über Tariferhöhungen starten.
mehr »