Tarife und Honorare

Gosse Differenzen bei der Frage der künftigen Gehaltsstruktur

Die Verhandlungen über eine neue Struktur des Gehaltstarifvertrags für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen sind am 19. April 1996 in Frankfurt am Main fortgesetzt worden. Die Positionen des Bundesverbandes der Zeitungsverleger (BDZV) und der Gewerkschaften liegen nach wie vor so weit auseinander, daß es zu keiner Annäherung gekommen ist.
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Erfolg in Suhl: Alle 270 Arbeitsplätze gesichert

Tariferfolg in Suhl: Nach fast fünf Wochen Streik haben sich IG Medien und DJV mit der Geschäftsleitung der Suhler Verlagsgesellschaft (SVG) in der Nacht zum 18. April 1996 nach dramatischen Verhandlungen auf einen umfassenden Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung bei der Tageszeitung "Freies Wort" geeinigt. Dabei sind die Arbeitsplätze aller 270 Beschäftigten bis zum 30. Juni 1997, teilweise bis zum 31. März 1998 gesichert worden. Bis zu diesen Zeitpunkten gilt der tarifvertragliche Ausschluß von betriebsbedingten Kündigungen.
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„Daily Soap“ im Journalismus

Mit dem Schlagwort "Industrialisierung der Serienproduktion" hatte Ex-WDR-Intendant Friedrich Nowottny eigentlich nur Knochenmühle der täglichen Seifenopern ("daily soaps") gemeint, bei denen auch sein Sender im vorigen Jahr eingestiegen ist ("Verbotene Liebe"). Doch dieselbe Industrialisierung hat längst auch den Fernsehjournalismus erfaßt, mit sehr ähnlichen Konsequenzen für die Qualität der Berichterstattung: Masse statt Qualität. Vorreiter dabei ist die Regionalberichterstattung, zum Beispiel beim Westdeutschen Rundfunk.
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Techniker zum Nulltarif

Eine "neue Ära" bricht an bei SWF 4: Als erstes Funkhaus bundesweit wird das Südwestfunkstudio in Mainz sein Radioprogramm ab diesem Frühjahr volldigital produzieren. "Bandmaschine und Schere - sie gehören ab sofort ins Museum", preist das Hausblättchen den Sprung ins Computer-Zeitalter: "Noch schneller, noch aktueller heißt es auch für die Reporter vor Ort. Mittels Laptop und ISDN überspielen sie ihre Berichte unmittelbar in den Funkhauscomputer." Der Schnitt von Interviewpassagen (O-Tönen), Musik und Geräuschen am Rechner ist technisch inzwischen kein Problem mehr, genau wie die Aufnahme eigenen Textes. Was aber, wenn der Reporter vor Ort ein freier Reporter ist? Bekommt er…
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Kommen die Urheber auf der Datenautobahn unter die Räder?

Dreistigkeit, gepaart mit Verunsicherung, begleitet die ersten Schritte bundesdeutscher Verlage in die multimediale Zukunft beim Umgang mit Urheberrechten. "Wir muessen jetzt die Felder besetzen und dann in Musterprozessen hoffentlich den eigenen Standpunkt durchsetzen", brachte Dr. Ralf Kogeler, beim Axel Springer Verlag fuer interaktive Medien zustaendig, die Handlungsmaxime der Medienkonzerne auf den Punkt. Doch Journalistinnen, Schriftsteller, Fotografinnen und Musiker duerfen anderseits auch auf die Unterstuetzung der Medienmogule bei der gesetzlichen Absicherung ihrer Urheberrechte in digitalen Medien hoffen - wenn sie diese nicht bereits abgetreten haben.
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„Der Gesetzgeber muss gegensteuern“

Egal ob angestellt oder frei - Journalistinnen und Fotografen, Schriftstellerinnen und Filmemacher, Musikerinnen und Kuenstler werden bei der Verwertung ihrer Urheberrechte in digitalen Medien zunehmend ueber den Tisch gezogen. Mit dem Sachverstaendigen Wolfgang Schimmel, Jurist in der Rechtsabteilung der IG Medien, sprach Ruediger Luehr fuer "M" ueber die Positionen der Mediengewerkschaft zu diesem draengenden Problem.
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