Tarifabschluss im Institut für Rundfunktechnik München

Seit Ende März gibt es auch für das Institut für Rundfunktechnik (IRT) in München eine Tarifeinigung. Es war bis zuletzt strittig, wie die Übertragung des Tarifabschlusses des Bayerischen Rundfunks (BR) auf das IRT aussehen kann, da es beim BR mit dem neuen Tarifvertrag solidarische Umschichtungen zwischen unterschiedlichen Mitarbeitergruppen des BR gegeben hatte; Mitarbeitergruppen, die es beim IRT gar nicht gibt.
Der IRT-Tarifabschluss gilt für die Zeit vom 1. April 2011 bis 31. März 201. Danach werden ab 1. Mai 2011 rückwirkend 1,9% mehr Gehalt gezahlt. Darauf wird natürlich angerechnet, was das IRT seit Jahresbeginn bereits als Erhöhung im Sinne einer Vorauszahlung geleistet hat. Für März 2012 gibt es rückwirkend eine Einmalzahlung von 120 €. Ab 1. April 2012 werden die Gehälter monatlich um einen Sockelbetrag von 27,69€ plus 1,6% erhöht. Falls es beim BR am 1. Februar 2013 zu einer zusätzlichen Anhebung um 0,2% kommt, gibt es auch im IRT rückwirkend ab 1. April 2012 weitere 0,2% mehr. Gibt es diese Anhebung nicht, wird im IRT der Familienzuschlag rückwirkend ab 1. April 2012 um weitere 22,34 € erhöht.
Mit seinem Abschluss liegt das IRT im Mittelfeld der Abschlüsse der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und wurde also auch nicht von deren Gehaltsentwicklung abgekoppelt.
Das IRT entwickelt Medien- und Kommunikationstechnologien für die Zukunft. Als zentrales Forschungsinstitut der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland, Österreichs und der Schweiz arbeitet es an innovativen und praxisnahen Lösungen für mehr Qualität in Hörfunk, Fernsehen und den neuen Medien. Seine Gesellschafter sind die Rundfunkanstalten ARD, ZDF, DeutschlandRadio, ORF und SRG/SSR.

 

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Filmschaffende kriegen künftig mehr

In der achten Tarifverhandlungsrunde für die rund 25.000 Filmschaffenden haben sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), die Schauspielgewerkschaft BFFS und die Produktionsallianz auf Eckpunkte einer vorläufigen Tarifeinigung verständigt. Doch nicht alle Verhandlungsthemen konnten geklärt werden. Die Frage nach der Regelung von Künstlicher Intelligenz (KI) im Film wurde verschoben.
mehr »

Wie ethisch kann KI berichten?

Ein ethischer Kompass ist angesichts zunehmender Desinformation immer wichtiger – für Journalist*innen, aber auch Mediennutzende. Positivbeispiele einer wertebewussten Berichterstattung wurden jüngst zum 20. Mal mit dem Medienethik Award, kurz META, ausgezeichnet. Eine Jury aus Studierenden der Stuttgarter Hochschule der Medien HdM vergab den Preis diesmal für zwei Beiträge zum Thema „Roboter“: Ein Radiostück zu Maschinen und Empathie und einen Fernsehfilm zu KI im Krieg.
mehr »

VR-Formate im Dokumentarfilm

Mit klassischen Dokumentationen ein junges Publikum zu erreichen, das ist nicht einfach. Mit welchen Ideen es aber dennoch gelingen kann, das stand auf der Sunny Side of the Doc in La Rochelle im Fokus. Beim internationalen Treffen der Dokumentarfilmbranche ging es diesmal auch um neue Erzählformen des Genres wie Virtual Reality (VR).
mehr »

Erneute Streiks bei NDR, WDR, BR, SWR 

Voraussichtlich bis Freitag werden Streiks in mehreren ARD-Sendern zu Programmänderungen, Ausfällen und einem deutlich veränderten Erscheinungsbild von Radio- und TV-Sendungen auch im Ersten Programm führen. Der Grund für den erneuten Streik bei den großen ARD-Rundfunkanstalten ist ein bereits im siebten Monat nach Ende des vorhergehenden Tarifabschlusses immer noch andauernder Tarifkonflikt.
mehr »