Einkommenssenkung abgelehnt

Fortsetzung der Tarifrunde für Zeitungen am 11. Juli

Elf Monate Tarifrunde mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und noch immer ist kein Ende in Sicht. Im Sondierungsgespräch am 6. Juni wiederholten die Verleger ihre Ausgangsforderungen zur Verschlechterung des Gehaltstarifs. Dennoch sollen am 11. Juli die vollständigen Verhandlungskommissionen an einen Tisch kommen.


Damit bleibt die Tarifsituation für die etwa 14.000 Zeitungsredakteurinnen und -redakteure weiterhin offen. Nach den erneut vorgetragenen Forderungen der Verleger sollen die Zahl der Gehaltsstufen reduziert und die letzte Berufsjahresstufe ganz gestrichen werden. Das beträfe nicht nur Neueingestellte, deren Einkommen damit dauerhaft um mehr als 10 % schrumpfen soll, sondern auch alle Redakteurinnen und Redakteure, die noch Stufensteigerungen erwarten können. Die Anrechnung der Berufsjahre aus einem Hochschulstudium, Freien-Tätigkeit etc. soll gestrichen werden. Die dauerhafte Einkommenssenkung von über 10 Prozent weist die dju allerdings entschieden zurück. Den Forderungen des BDZV haben die Verhandlungskommission von dju und DJV entgegen gehalten, dass maßvolle Veränderungen in der Gehaltsstruktur nur verhandelbar seien, wenn diese durch anderweitige Garantien kompensiert werden. Deshalb haben dju und DJV eine Verlängerung der Laufzeit von Mantel- und Altersversorgungstarifvertrag um weitere vier Jahre gefordert.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Streik in vier großen ARD-Anstalten

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) erhöht deutlich den Druck auf mehrere große ARD-Sender in den laufenden Tarifverhandlungen. Bereits seit Mittwochmorgen finden Streiks im WDR und im SWR statt, von Donnerstag (18. Juni 2026) an auch im BR und im NDR.
mehr »

Warnstreik beim SWR

In der Gehaltstarifrunde für die rund 3.500 festangestellten Beschäftigten und über 1.000 freien Mitarbeiter*innen des SWR ruft ver.di am Mittwoch und Donnerstag (17. und 18. Juni) zu einem zweiten Warnstreik auf.
mehr »

48-Stunden-Streik beim WDR

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di NRW) ruft die Beschäftigten des Westdeutschen Rundfunks (WDR) und des Beitragsservices zu einem 48-stündigen Warnstreik auf. Der Ausstand beginnt am Mittwoch, 17. Juni 2026, um 02:00 Uhr und endet am Freitag, 19. Juni 2026, um 02:00 Uhr.
mehr »

Neue Aufgaben im Community-Management

In der plattformdominierten Öffentlichkeit sind neue Berufsfelder entstanden – wie das Community-Management, das zwischen Redaktion und Publikum vermitteln soll. Obwohl diese Aufgabe in journalistische Ausbildungspläne integriert ist, prägen mangelnde Wertschätzung und prekäre Arbeitsbedingungen die Praxis in den Medien.
mehr »