Einkommenssenkung abgelehnt

Fortsetzung der Tarifrunde für Zeitungen am 11. Juli

Elf Monate Tarifrunde mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und noch immer ist kein Ende in Sicht. Im Sondierungsgespräch am 6. Juni wiederholten die Verleger ihre Ausgangsforderungen zur Verschlechterung des Gehaltstarifs. Dennoch sollen am 11. Juli die vollständigen Verhandlungskommissionen an einen Tisch kommen.


Damit bleibt die Tarifsituation für die etwa 14.000 Zeitungsredakteurinnen und -redakteure weiterhin offen. Nach den erneut vorgetragenen Forderungen der Verleger sollen die Zahl der Gehaltsstufen reduziert und die letzte Berufsjahresstufe ganz gestrichen werden. Das beträfe nicht nur Neueingestellte, deren Einkommen damit dauerhaft um mehr als 10 % schrumpfen soll, sondern auch alle Redakteurinnen und Redakteure, die noch Stufensteigerungen erwarten können. Die Anrechnung der Berufsjahre aus einem Hochschulstudium, Freien-Tätigkeit etc. soll gestrichen werden. Die dauerhafte Einkommenssenkung von über 10 Prozent weist die dju allerdings entschieden zurück. Den Forderungen des BDZV haben die Verhandlungskommission von dju und DJV entgegen gehalten, dass maßvolle Veränderungen in der Gehaltsstruktur nur verhandelbar seien, wenn diese durch anderweitige Garantien kompensiert werden. Deshalb haben dju und DJV eine Verlängerung der Laufzeit von Mantel- und Altersversorgungstarifvertrag um weitere vier Jahre gefordert.

nach oben

weiterlesen

Mitbestimmung darf Freie nicht auslassen

Das Bundespersonalvertretungsgesetz für Freie öffnen! – Diese Haltung vertritt ver.di seit Langem. Nun bekräftigt Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz die Forderung nach Mitbestimmung von freien Mitarbeitenden auch in Personalräten des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks. Er richtet sich mit Briefen direkt an die Mitglieder der Bundestagsausschüsse für Inneres sowie Kultur und Medien. Die Gesetzesnovelle wird aktuell in den parlamentarischen Gremien debattiert.
mehr »

EU will Tarifierung für Solos ermöglichen

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Initiative der EU-Kommission, deutlich mehr Möglichkeiten für Tarifverträge für Solo-Selbstständige zu schaffen, als "Stärkung von Ein-Personen-Unternehmen bezeichnet". Das europäische Wettbewerbsrecht soll so geändert werden, dass zukünftig kollektive Vereinbarungen zwischen Solo-Selbstständigen und Auftraggebern rechtssicher möglich sein sollen.
mehr »

Netflix schüttet erste Zusatzvergütungen aus

Mitwirkende an deutschen Serien-Produktionen von Netflix erhalten auf der Grundlage Gemeinsamer Vergütungsregeln erstmals Zusatzvergütungen. Zudem beteiligt sich das US-amerikanische Medienunternehmen an der Finanzierung der Themis-Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt e.V. Ein Interview mit Rachel C. Schumacher, Senior Counsel, Labour Relations, Netflix, und Bernhard F. Störkmann, Geschäftsführer der Deutschen Schauspielkasse (Deska).
mehr »

Arbeitszeit beim Film bleibt strittig

In den Tarifverhandlungen zwischen der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen und ver.di ist auch am 14. Januar kein Fortschritt erreicht worden. Für die rund 25.000 Filmschaffenden zeichnet sich damit keine baldige Verbesserung der Arbeitszeitbedingungen durch mehr freie Wochenenden, zusammenhängende freie Tage oder Wochenend-Zuschläge ab. Die Produzentenallianz hat in den bisherigen zwei Verhandlungen den beiden Gewerkschaften BFFS und ver.di noch kein Angebot gemacht, will vielmehr im Jahr 2021 keinerlei Veränderung am Tarifvertrag akzeptieren.
mehr »