Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di NRW) ruft die Beschäftigten des Westdeutschen Rundfunks (WDR) und des Beitragsservices zu einem 48-stündigen Warnstreik auf. Der Ausstand beginnt am Mittwoch, 17. Juni 2026, um 02:00 Uhr und endet am Freitag, 19. Juni 2026, um 02:00 Uhr.
Die fünfte Verhandlungsrunde am 9. Juni 2026 blieb ohne Ergebnis. Mit der Ausweitung der Arbeitskampfmaßnahmen erhöht ver.di nun den Druck auf die Arbeitgeberseite. Aus Sicht der Gewerkschaft liegt weiterhin kein Angebot vor, das den wirtschaftlichen Belastungen der Beschäftigten gerecht wird.
„Die Beschäftigten sorgen Tag für Tag für hochwertige Programme, verlässliche Informationen und einen funktionierenden Beitragsservice. Sie erwarten zu Recht ein Angebot, das ihrer Arbeit und den gestiegenen Lebenshaltungskosten Rechnung trägt“, erklärt Christof Büttner, ver.di-Verhandlungsführer.
ver.di fordert eine Erhöhung der Gehälter einschließlich der Sonderzahlungen sowie der Honorare um 7 Prozent, bei Festangestellten mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Für Auszubildende fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 200 Euro pro Monat. Die Laufzeit des Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen.
Gegen Reallohnverluste beim WDR
„Die fünfte Verhandlungsrunde ist ohne Ergebnis geblieben. Die Beschäftigten erwarten jetzt ein deutlich verbessertes Angebot. Mit dem 48-stündigen Warnstreik machen sie deutlich, dass ihre Geduld nicht unbegrenzt ist und sie nicht bereit sind, weitere Reallohnverluste hinzunehmen“, so Büttner weiter.
Vom Streikaufruf erfasst sind Beschäftigte des WDR und des Beitragsservices sowie freie Beschäftigte. Während des Streikzeitraums kann es zu Einschränkungen im Programmablauf sowie in der Produktion des WDR kommen.
Die Streikenden treffen sich in Köln am Mittwoch vor dem 1LIVE-Haus. Die Streikversammlung beginnt um 9:00 Uhr mit einem Streikfrühstück. Ab 10:00 Uhr gibt es Berichte aus den Verhandlungen. Die Tarifverhandlungen werden am 01. Juli 2026 fortgesetzt.

