SWR: Mehr Geld für Beschäftigte

Foto: Wolfgang Isele

In der Gehaltstarifrunde für die rund 3.500 festangestellten Beschäftigten und über 1.000 freien Mitarbeiter*innen des SWR haben ver.di, DJV und unisono in fünfter Runde ein Verhandlungsergebnis erreicht. Es setzt sich aus linearen Gehalts- und Honorar-Steigerungen von insgesamt 5,73 Prozent plus weiteren Komponenten zusammen. In der Summe entspricht das einer durchschnittlichen Erhöhung von über 5,8 Prozent.

Maximilian Heß, ver.di Verhandlungsführer bewertet das Ergebnis: „Es ist ein Kompromiss nach sechs Monaten Verhandlungen mit mehreren wirkungsvollen Streiktagen. Es schmerzt, dass wir eine Laufzeit von fast drei Jahren akzeptieren müssen. Aber wir haben auch viel erreicht: Es ist wichtig, dass mit der Erhöhung um über 5,8 Prozent das Niveau des Abschlusses im öffentlichen Dienst erreicht werden konnte. Gut ist, dass wir vor allem mit der gestaffelten Einmalzahlung und der Erhöhung der Sonderzahlungen die unteren Einkommen stärken.“

Das SWR-Ergebnis im Einzelnen:

Zum August 2026 wird es eine sozial gestaffelte Einmalzahlung geben von 1.600 Euro für die niedrigsten Tarifgruppen bis 400 Euro für die höchsten, unabhängig von Teilzeit oder Vollzeit.

Zum Januar 2027 werden die Gehälter und Honorare um 2,6 Prozent erhöht. Azubis erhalten 60 Euro mehr im Monat. Zum Januar 2028 soll es eine weitere Erhöhung um 3,13 Prozent geben. Teile des zweiten Erhöhungsschrittes sind mit Sonderkündigungsrechten und Konditionierungen versehen.

2028 werden die Sonderzahlungen für Feste und Freie um zwei Prozent erhöht. Das entspricht einer weiteren durchschnittlichen Erhöhung des Einkommens um rund 0,07 Prozent. In der Summe bedeutet das: die Honorare und Gehälter steigen im Schnitt dauerhaft um über 5,8 Prozent. Die Laufzeit beträgt 35 Monate bis Ende 2028, dem Ende der Periode für die Rundfunkgebühren.

Weitere Elemente des Ergebnisses sind unter anderem ein erhöhter Zuschuss zum Jobticket und die Angleichung der Gehälter des SWR-Vokalensembles an die des Symphonieorchesters

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