Sternstunde für den Journalismus

Foto: fotolia/Björn Wylezich

Als „Sternstunde für den Journalismus“ bezeichnete die Vorsitzende der dju in ver.di, Tina Groll, die Enthüllung des Inhalts der so genannten Ibiza-Videos. Süddeutsche Zeitung und Spiegel hatten am Freitagabend Teile eines den Chef der FPÖ und österreichischen Vizekanzler Heinz-Christian Strache kompromittierenden Videos veröffentlicht. Strache ist daraufhin von all seinen Ämtern zurückgetreten.

„Der Inhalt der Videos ist von überragender öffentlicher Bedeutung. Seine Veröffentlichung zeigt, dass Journalismus unverzichtbar für die Demokratie ist“, unterstrich Groll. Die dju-Vorsitzende wies zugleich darauf hin, dass solche Recherchen ohne eine garantierte Pressefreiheit nicht möglich seien, und rief daher dazu auf, „am kommenden Sonntag bei der Europawahl Parteien zu stärken, die für zentrale demokratische Werte wie die Pressefreiheit einstehen“. Denn was die rechtsnationalen Kräfte von Medienfreiheit und -unabhängigkeit halten würden, hätten jetzt nicht zuletzt die insbesondere von Rechtspopulisten aufgeworfene Frage, ob die Informationen hätten veröffentlicht werden dürfen sowie die herabwürdigenden Aussagen von Heinz-Christian Strache über die Käuflichkeit von Journalistinnen und Journalisten gezeigt, kritisierte Groll.

 

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