Schon entdeckt? ENDSTATION RECHTS.

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Engagierte Medien abseits des Mainstreams gibt es zunehmend mehr. Sie sind hochinteressant, aber oft wenig bekannt. Deshalb stellt M in jeder gedruckten Ausgabe und auf M Online einige davon vor.

Wie finanzieren sich Rechtsextremisten eigentlich, wo treffen sie sich heimlich? Welche Kontakte pflegen sie und wie rüsten sie buchstäblich ihre Reihen auf? Diese Fragen und andere Hintergründe zur rechten Szene nimmt das Portal „Endstation Rechts“ ins Visier.

Es hat jetzt mit dem ebenso ausgerichteten langjährigen Aufklärungs- und Informationsdienst „blick nach rechts“ fusioniert. Ziel ist es, allen Interessierten Einordnung und Analyse zu geben, ganz egal ob es um sogenannte Corona-Spaziergänge oder um völkische Brauchtum-Zusammenkünfte geht, um gewaltbetonte Kampfsport-Events oder Holocaust-Leugnungen. Beide Projekte haben sich seit vielen Jahren als wertvolle Recherchequelle etabliert und nun ihr fachliches Know-how gebündelt. Das wissen sowohl Redaktionen, als auch Politikwissenschaftler und antifaschistische Initiativen zu schätzen, ist das umfängliche Archiv doch ein lexikalisches Gedächtnis. Dass beide dabei sozialdemokratischen Stallgeruch mitbringen, empfindet der als Herausgeber fungierende Verein Institut für Information und Dokumentation e.V. nicht als Makel. Geht es doch darum, überparteilich rechtspopulistische und rechtsterroristische Auswüchse zu entlarven und beim Namen zu nennen.

Der verantwortliche Redakteur Oliver Kreuzfeld (42) war bereits einer der Väter der ursprünglichen Juso-Idee „Endstation Rechts“ in Mecklenburg-Vorpommern, die 2006 online ihre Arbeit aufnahm und sich Stück für Stück verstetigte. Sechs Jahre später erhielt das Portal den Publikumspreis beim Deutschen Engagementpreis des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, 2016 gab es den Europäischen Bürgerpreis des EU-Parlaments.

Die Wurzeln des „blick nach rechts“ reichen zurück bis Anfang der 80er Jahre als Fortsetzung der Periodika „Pressedienst Demokratische Initiative“ und ab September 1984 dann nach einigen Monaten Pause unter SPD-Leitung und dem Sozialdemokratischen Pressedienst. Es folgte ab Mitte der 90er Jahre die Herausgeberschaft beim „Institut für Information und Dokumentation e.V.“ Von 1984 bis 2004 gab es den „blick nach rechts“ alle 14 Tage als gedruckte Ausgabe, ehe man das Format hin zu einem Online-Magazin auf Abo-Basis änderte. Zuletzt waren aktuelle Texte frei zugänglich, das Eintauchen ins Archiv hingegen kostenpflichtig.

Laut Kreuzfeld möchte man das neuformierte Portal künftig besonders auf Social-Media-Kanälen bewerben, um für mehr Aufmerksamkeit und reichweitenstarke Interaktion zu sorgen. „Endstation Rechts“ setzt dabei auf einen Pool von derzeit ungefähr 200 Autor*innen. Kreuzfelds aktueller Wunsch fürs neue niedrigschwellige Angebot ohne Bezahlschranke: Viele Klicks! Denn ein großer Teil der Finanzierung laufe über Spenden.

 

 

 

 

 

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