Solidarität in Hollywood

Der Schauspieler Christian Slater beim Protest der Gewerkschaft am Times Square in New York. Ihre Forderung: bessere Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen und klare Richtlinien für den Einsatz von KI in Film- und Fernsehproduktionen. Foto: Charles Sykes/Invision/AP

US-Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Steven Spielberg („Schindlers Liste“) und seine Frau, die Schauspielerin Kate Capshaw unterstützen ihre Kolleg*innen im laufenden Streik in Hollywood mit einer Millionenspende. Mit seiner „Großzügigkeit“ habe das Paar vielen Mitarbeiter*innen in der Film- und Fernsehindustrie während des Streiks geholfen, teilten die gemeinnützige Organisation „Entertainment Community Fund“ und eine Stiftung der Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA am vergangenen Montag mit.

Die mehr als 11.000 Drehbuchautor*innen der Writers Guild streiken seit Anfang Mai dieses Jahren. Mitte Juli schlossen sich die rund 16.000 Schauspieler*innen der Schauspielgewerkschaft Screen Actors Guild (SAG-AFTRA) den Autor*innen an. Sie fordern unter anderem eine bessere Vergütung und Regeln für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Laut Medienberichten haben Steven Spielberg und Kate Capshaw seit Streikbeginn im Mai 1,5 Millionen Dollar gespendet. Dabei sind sie nicht die einzigen prominenten Unterstützer*innen des Streiks.  Zu den weiteren Großspender*innen für Nothilfeprogramme der Gewerkschaften zählten in den vergangenen Monaten Meryl Streep, George Clooney, Matt Damon, Leonardo DiCaprio, Hugh Jackman, Dwayne Johnson, Nicole Kidman, Julia Roberts, Jennifer Lopez oder Arnold Schwarzenegger. Um den Kolleg*innen unter die Arme zu greifen, versteigert die Organisation „Union Solidarity Coalition“, die von Schauspielerin Lena Dunham mitgegründet wurde, bekannte Filmrequisiten.


Vorläufige Einigung

Update, 25.09.2013:  Nach fast fünf Monaten Streik gibt es eine «vorläufige Einigung» zwischen der Gewerkschaft der Drehbuchautoren und den großen Studios und Streaming-Anbietern in den USA. Dabei handelt es sich um eine grundsätzliche Übereinkunft, die nun aber noch final abgestimmt werden müsse, teilte die Writers Guild of America (WGA) mit. Die Schauspieler*innen der Gewerkschaft SAG-AFTRA streiken weiter.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

BPK: Umstrittene Mitgliedschaft

Sachlich, an Tatsachen orientiert und fair – diesen Anspruch erhebt die Bundespressekonferenz (BPK), der Verein der Hauptstadtpresse, für die Berichterstattung ihrer Mitglieder. Parallelmedien haben dort dennoch einen Fuß in der Tür. Und werden damit normalisiert.
mehr »

Kämpferischer Auftakt im ÖRR

In politisch umkämpften Zeiten beginnen auch im ÖRR die Tarifverhandlungen. Ver.di ruft die Hamburger Beschäftigten beim NDR daher heute zum Warnstreik auf. Er beginnt am Dienstag und endet am Mittwoch um 1.30 Uhr. Seit Februar läuft der Tarifkonflikt um die Gehälter, Honorare und Ausbildungsvergütungen der rund 5.000 festen und freien NDR-Beschäftigten.
mehr »

Austria First: Der rechte Dudelfunk

Dass die rechte österreichische FPÖ irgendwann einen eigenen Radiosender gründen würde, hatte die Partei schon angekündigt. „Austria First“ ist seit Januar dieses Jahres on air. Der Sender versteht sich als niedrigschwelliges Medienangebot, das seine breite Hörer*innenschaft mit Musik und inhaltlichen Formaten über den ganzen Tag hinweg begleitet.
mehr »

Peru: Investigativ, kritisch, gefährdet

Ojo Público heißt das investigative Online-Magazin aus Lima. Das hat in den letzten zehn Jahren zu einem anerkannten Medium wurde. Die Redaktion ist auf rund 20 Menschen angewachsen und recherchiert nicht nur in Peru, sondern auch in Nachbarländern wie Ecuador.
mehr »