Medienmacher*innen bündeln Fachwisssen

Foto: Neue deutsche Medienmacher*innen

Die Neuen deutschen Medienmacher*innen NdM haben das gesammelte Fachwissen aus ihrer mittlerweile 18-jährigen Arbeit auf einer neuen Plattform für den Redaktionsalltag gebündelt. Interessierte finden dort Infos und Tools zum Umgang mit Hass im Netz und Desinformation, zur Verantwortung von Medien und Zivilgesellschaft, Schutzmaßnahmen für Medienschaffende bis hin zu Empfehlungen für mehr Diversität in Redaktionen.

Mit dem Relaunch ihrer Website zu der neuen Wissensplattform wollen die NdM  „Multiplikator*innen zielgruppenspezifisch Zugang zu Fachinformationen“ bieten, erklärt Geschäftsführerin Elena Kountidou im Gespräch mit M. Man habe Inhalte wie etwa das Glossar oder den Diversity Guide von unterschiedlichen Content-Management-Systemen auf einer Plattform zusammengeführt und dabei aus Gründen der Barrierefreiheit eher auf Lesbarkeit als auf Design geachtet. Zudem wolle der gemeinnützige Verein durch die Wissensbündelung auf einer Plattform unabhängiger von social media werden.

Plattform für Diversität und gegen Desinformation

Die Plattform solle kontinuierlich weiterentwickelt werden, so Kountidou. So würden die 350 Begriffe aus dem „Glossar für sensible Sprache in einer vielfältigen Gesellschaft“ ergänzt, das Helpdesk des No Hate Speech Movements sei bereits integriert genauso wie der aktualisierte „Diversity Guide – Wie deutsche Medien mehr Vielfalt schaffen“. Geplant sei außerdem der Aufbau eines neuen Glossars zu Hass im Netz und Desinformation und eine Liste von Hilfsangeboten für Betroffene.

Es gehe nicht nur darum, die Inhalte auszubauen, sondern auch die technischen Grundlagen der Plattform. Sie solle durch KI zielgruppengerechter durchsuchbar gemacht werden – etwa bei der Verschlagwortung der Wissensinhalte. Die Implementierung ist für dieses Jahr geplant.

Noch können die NdM ihren Wissensfundus im Projekt BetterPost auch durch Workshops, Beratung und praxisnahe Angebote weitergeben. Ob und wie der gemeinnützige Verein diese Arbeit fortsetzen kann, bleibt offen. Die Finanzierung ist nur noch bis Ende dieses Jahres gesichert.

 

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