Blende offen … und hoffen

Was für ein Start, aber ich hatte Glück…. Das Fazit einer Weltreise, in deren Verlauf sich der Autor entschließt, künftig als Freier in seinem Beruf als Kameramann fürs Fernsehen zu arbeiten, könnte auch als Motto über dem ganzen Bändchen stehen. Lockere Geschichten, viel Abenteuer, Phantasie und Improvisationsgenie neben ermüdendem, aber auch planbarem Alltag und dazu das sichere Fährwasser beruflicher Routine – der Autor, von den Kollegen freundschaftlich Lusches genannt – erzählt spontan, amüsant und immer noch animiert von seinem Beruf. Aber auch nachdenklich: Was machen wir da eigentlich? Wohin geht die Reise, woher kommt die Kraft – was entsteht aus dem, was wir zeigen und tun?
Unvermutet und wie beiläufig rührt an die Grundfragen, was als nettes Kollegengespräch am Tresen zu beginnen schien.


Blende offenLudger Bußmann-Wigger

Blende offen… und hoffen.

Fernsehgeschichten
Münster 2011,
Edition Octopus im Verlagshaus Monsenstein und Vannendar OHG Münster.
8,50 Euro

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

KI-Resilienz im Journalismus

In der aktuellen KI-Debatte schenkt sich keiner was. Kaum taucht der Verdacht auf, ein Kollege habe ChatGPT oder Claude zum Schreiben mitgenutzt, beginnt vielerorts bereits die öffentlichkeitswirksame KI-Spurensuche.Die aktuelle KI-Debatte zeigt, warum Redaktionen endlich praxistaugliche Leitlinien für einen souveränen Umgang mit der KI brauchen.
mehr »

Bürgermedienplattform vor dem Aus

Die Bürgermedienplattform NRWision an der Technischen Universität (TU) Dortmund steht vor einer ungewissen Zukunft. Die nordrhein-westfälische Medienanstalt stellt Ende 2026 die finanzielle Förderung ein – nach dann fast 18 Jahren. Die Verantwortlichen versuchen, für eine Fortführung andere Geldgeber zu finden.
mehr »

Ein Preis mit hohem Preis

Die Berliner Autorin und Journalistin Marie von Kuck erhält für ihr Lebenswerk den Leipziger Medienpreis. Und kämpft zugleich ums Überleben. Warum sie die Auszeichnung mit gemischten Gefühlen entgegennimmt.
mehr »

WDR: Weitere Tarifverhandlungen

Der Tarifstreit beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) erreichte Mitte Juni eine neue Eskalationsstufe. Ein zweitägiger Warnstreik der Gewerkschaften ver.di, DJV und Unisono legte Teile des Programms lahm. Indes hatte der WDR sich in der vorangegangenen Verhandlungsrunde mit der VRFF (Vereinigung der Rundfunk-, Film- und Fernsehschaffenden) auf einen Abschluss geeinigt – ohne die drei Gewerkschaften einzubeziehen. Heute gehen die Verhandlungen mit den Gewerkschaften weiter.
mehr »