Presserat rügte Schleichwerbung

BONN. Der Deutsche Presserat hat in seiner Juni-Sitzung zwölf Rügen, darunter fünf wegen Schleichwerbung, ausgesprochen. So hat die Frankenpost in einer vermeintlichen Reportage unter der Überschrift „So schnell ,spart‘ man sich ein nettes Abendessen“ den Einkaufsbummel einer Familie mit der so genannten „Frankenpost-Card“ beschrieben.

Dabei handelt es sich um eine Rabattkarte der Zeitung in Zusammenarbeit mit Geschäften der Region. Der werbliche Beitrag sei nicht als solcher gekennzeichnet gewesen, so der Presserat. Schleichwerbung wurde auch den folgenden vier Medien zur Last gelegt. Die Neumarkter Nachrichten veröffentlichten einen Bericht zu einem Gewinnspiel der Zeitung bei dem Magnetsticks und Magnetarmbänder verlost wurden. Am Ende des Beitrages erfolgte ein Hinweis auf die Website der Herstellerfirma. Merian hatte in einem Sonderheft über die „Traumstraßen der Welt“ auf vielen Bildern auffällig Fotos von Audi-Fahrzeugen platziert. Ein Artikel der Abendzeitung (München) über die neue Produktpalette des Wintersportausrüsters „Atomic“ präsentierte sich wie ein Werbetext des Unternehmens. Bei Focus Money fanden sich in einem beiliegenden Booklet mit dem Titel „Die besten Fonds“ Artikel über Anlagemöglichkeiten unter Nennung der Fondgesellschaft „Fidelity International“ in guter Eintracht mit zwei Anzeigenseiten und in den Text eingeklinkten Werbebuttons derselben.

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