VG Wort: Mehr Geld für die Fachautoren

Autorinnen und Autoren werden künftig einen höheren Anteil an den von der Verwertungsgesellschaft Wort ausgeschütteten Tantiemen erhalten. Dies gilt für Artikel in wissenschaftlichen, Fach- und Special-Interest-Zeitschriften bereits für die Ausschüttung für 2003 in diesem Jahr. Grundlage ist der neue § 63a des Urheberrechtsgesetzes (UrhG), nach dem Urheber im Voraus auf gesetzliche Vergütungsansprüche nicht verzichten können. Er ist im Juli 2002 in Kraft getreten.

Bisher sehen die Verteilungsschlüssel der VG Wort beispielsweise für Kopiervergütungen oder Bibliothekstantiemen eine Aufteilung von 70 zu 30 Prozent zwischen Autoren und Verlagen vor, im Bereich Wissenschaft von 50 zu 50. Nach hartem Ringen wurde – unter Vermittlung des Präsidenten des Deutschen Patent- und Markenamtes – für Fachzeitschriften ein Kompromiss erzielt. Er sieht eine Veränderung des Verteilungsschlüssel für 2003 auf 53 zu 47, für 2004 auf 57 zu 43 und für 2005 auf 62 zu 38 Prozent zu Gunsten der Autoren vor. Die Neuregelung, die auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der VG Wort im Januar beschlossen wurde, steht unter dem Vorbehalt, dass der § 63a UrhG nicht wieder verändert wird. Hierfür setzen sich die Interessenvertreter der Verlage massiv gegenüber Bundesregierung und Bundestag ein.

lü

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Medientage München: Own it!

Die Medientage München 2026 setzten die Debatten des Vorjahres über Künstliche Intelligenz, ihren Einsatz in den Medien sowie eine Regulierung der großen digitalen Plattformen fort - unter dem Motto "Own it!". Bei der Eröffnung sprach die Philosophie-Professorin Annette Zimmermann über KI und wie sie die Gesellschaft zum einseitigen Vorteil der großen Anbieter verändert.
mehr »

ZDF: Mehr Barrierefreiheit dank KI

„Ein ZDF für alle“ – so lautet seit 2022 das Zielbild des öffentlich-rechtlichen Senders. Damit will das ZDF unter anderem auf die veränderte Mediennutzung, die digitale Transformation und eine zunehmend fragmentierte Öffentlichkeit reagieren. Dazu gehört auch, bis 2028 barrierefreie Angebote auszubauen. Dabei will das ZDF nun stärker auf KI setzen.
mehr »

Programmreform im DLF: Freie wehren sich

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert den Umgang mit freien Programmschaffenden im Zuge der Programmreform im Deutschlandfunk, die ab Dezember 2026 das Sendeschema des bundesweiten Radiokanals grundlegend verändern wird. In einem ver.di vorliegenden, von mehr als 550 Mitarbeitenden des Deutschlandfunks namentlich unterzeichneten Offenen Brief wehren sich die Freien.
mehr »

Schrittmacher für den Lokaljournalismus

„Im Lokalen schlägt das Herz des Journalismus, hier ist er für die Menschen besonders gut erlebbar.“ So Netzwerk Recherche, das Lokaljournalist*innen mit einem Fellowship Lokale Recherche und einem Support Desk unterstützt, da sie unter wachsendem Druck Demokratie und mediale Glaubwürdigkeit verteidigen müssen.
mehr »