Digitale Augenzeugen

Holger Isermann untersucht in seiner Dissertation den Umgang journalistischer Medien mit Amateurbildern.

Holger Isermann Digitale Augenzeugen. Entgrenzung, Funktionswandel und Glaubwürdigkeit im Bildjournalismus VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2015, 395 Seiten, 49,95 Euro, ISBN: 978-3658082185

Dies geschieht anhand verschiedener Ereignisse wie der Ermordung der Iranerin Neda Agha-Soltan, dem Folterskandal in Abu Ghraib oder dem Tod des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi. Im Vordergrund steht dabei die Auseinandersetzung mit dem Begriff der Authentizität als der zentralen Leitidee des professionellen Bildjournalismus. Isermann weist nach, wie Amateure bei Schlüsselereignissen die Funktion des Augenzeugen übernehmen können. Anhand der visuellen Berichterstattung deutscher Medien über den Syrienkrieg zeigt er des Weiteren auf, wie im Prozess der Bildkommunikation Amateurbilder durch die Verbreitung über Agenturen „professionalisiert” werden.

 

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„Panorama“ ist nicht das erste, aber das älteste Politikmagazin im deutschen Fernsehen. Und es hatte eine schwere Geburt. Was da am 4. Juni 1961 auf dem Bildschirm in Schwarz-Weiß Premiere feierte, war ein ziemlich unverdaulicher Kessel Buntes aus aktueller Politik, Auslandsreportage und Unterhaltung. Doch schon bald hatte „Panorama“ seine erste Sternstunde.
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Polizeigewalt in Kolumbien

Kolumbiens Polizeieinheiten zur Aufstandsbekämpfung (ESMAD) werden für Dutzende von Toten und Schwerverletzten seit dem Beginn der sozialen Proteste im Frühjahr verantwortlich gemacht. Dabei wurden auch Journalisten gezielt bei ihrer Arbeit angegriffen, kritisiert die Stiftung für Pressefreiheit (FLIP). Videos, Fotos und Zeugenaussagen aus Städten wie Sibaté, Cali und Popayán belegen das. Doch die Regierung in Bogotá geht auch verbal gegen kritische Berichte vor allem in den sozialen Medien vor: von Cyber-Terrorismus ist die Rede. Für Jonathan Bock, FLIP-Direktor, ein Angriff auf die freie Meinungsäußerung.
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