So geht Fernsehen

Erfolgreicher Videojournalismus braucht technisches Basiswissen.

„So geht fernsehen“ Peter Vinzens, Schüren Verlag, 262 Seiten, 34,00 Euro ISBN 978-3-89472-915-8

Dieser „Leitfaden für Profis und die, die es werden wollen“ schlägt die Brücke zwischen dem „Handwerk“ der Journalisten und dem „Handwerk“ von Kameraleuten, Technikern und Cuttern. Die theoretischen Hintergründe der Film- und Fernsehgestaltung werden erläutert und der Autor führt auf dieser Grundlage Technik und inhaltliche Vorhaben zusammen.
Peter Vinzens zeigt mit seiner langjährigen Erfahrung, wie ein Fernsehvorhaben – sei es ein kurzer Magazinbeitrag oder eine lange Dokumentation – organisiert und zu einem fertigen Produkt geführt werden kann. Er gibt Antworten auf die Fragen: Wie kann ein Film aussehen? Wie wird er kalkuliert? Wie kann die Kameraarbeit verstanden werden? Was ist wichtig in der Teamarbeit? Welche Schnitttechniken helfen dem Filmemacher? Wie kann das Vorhaben realisiert werden und welche Möglichkeiten gibt es für den Verkauf des Films?

 

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Buchtipp: Tools für geschlechtergerechte Kommunikation

Außer Fakten-Checks gibt es inzwischen auch Framing-Checks. Es ist nicht nur wichtig, was sondern auch wie berichtet wird. So analysiert die „Süddeutsche Zeitung“ in einem „Framing-Check“  einzelne Begriffe, denn mit ihnen und ihren Rahmungen lasse sich Politik machen und manipulieren. Aktuell nutzen Gegner*innen der Geschlechter-Gleichberechtigung „Gender“ durch negatives „Framing“ als Kampfbegriff. „Re:framing Gender“ demonstriert nun, wie man mit einer geschlechtergerechten politischen Kommunikation gegensteuern kann.
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Auch intern unbequem

„Panorama“ ist nicht das erste, aber das älteste Politikmagazin im deutschen Fernsehen. Und es hatte eine schwere Geburt. Was da am 4. Juni 1961 auf dem Bildschirm in Schwarz-Weiß Premiere feierte, war ein ziemlich unverdaulicher Kessel Buntes aus aktueller Politik, Auslandsreportage und Unterhaltung. Doch schon bald hatte „Panorama“ seine erste Sternstunde.
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Zwischen Utopie und Realität

Vor 75 Jahren, am 17. Mai 1946, schickte der Münchner Kabarettist Werner Finck ein launiges Telegramm nach Babelsberg: „Ein ferner Wink von Werner Finck, damit das Ding Euch wohl geling.“ Gemeint war die Deutsche Film-A.G., kurz DEFA genannt, die erste deutsche Filmfirma nach dem Zweiten Weltkrieg, die an jenem Tag eine Lizenz zur „Herstellung von Filmen aller Art“ erhielt. Neben deutschen, darunter auch einigen aus dem Exil zurückgekehrten Filmschaffenden waren Kulturoffiziere der Sowjetischen Besatzungszone maßgeblich an der Gründung beteiligt. Und doch verstand sich die DEFA zunächst als gesamtdeutsches Unternehmen. Viele der frühen, hochfliegenden Träume endeten…
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Polizeigewalt in Kolumbien

Kolumbiens Polizeieinheiten zur Aufstandsbekämpfung (ESMAD) werden für Dutzende von Toten und Schwerverletzten seit dem Beginn der sozialen Proteste im Frühjahr verantwortlich gemacht. Dabei wurden auch Journalisten gezielt bei ihrer Arbeit angegriffen, kritisiert die Stiftung für Pressefreiheit (FLIP). Videos, Fotos und Zeugenaussagen aus Städten wie Sibaté, Cali und Popayán belegen das. Doch die Regierung in Bogotá geht auch verbal gegen kritische Berichte vor allem in den sozialen Medien vor: von Cyber-Terrorismus ist die Rede. Für Jonathan Bock, FLIP-Direktor, ein Angriff auf die freie Meinungsäußerung.
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