dju protestiert gegen Todesurteil

AFGHANISTAN. In einem Schreiben an den Präsidenten Afghanistans Hamid Karzai und an die afghanische Botschaft in Berlin hat die dju nachdrücklich gegen das Todesurteil für den jungen afghanischen Journalisten Parviz Kambakhsh protestiert und die sofortige Aufhebung des Urteils und Freilassung des Kollegen gefordert. Sie schloss sich dabei den zahlreichen Appellen aus aller Welt, vor allem aber dem Schreiben der Internationalen Journalisten Föderation (IJF) (www.ifj.org) an. Außerdem unterstützte sie durch ihren Eintrag einen internationalen Appell, der über Internet verbreitet wird und unter http://kabulpress.org/my/spip.php?article881 erreicht und unterschrieben werden kann.
Der 23jährige Journalist der Tageszeitung Jahan-e Naw war inhaftiert worden, nachdem ihn der afghanische Geheimdienst als Atheist und Regierungsgegner diffamiert und angeklagt hatte, angeblich atheistische Artikel aus dem Internet ausgedruckt und unter seine Studienkollegen verbreitet zu haben. Er soll während seiner dreimonatigen Haft in Marzar-e-Sharif gefoltert worden sein. Kontakt zu einem Rechtsanwalt war ihm ebenso wenig gestattet wie zu seiner Familie oder Freunden. Das Todesurteil wegen Verbreitung atheistischer Texte wurde in seiner Abwesenheit gefällt.

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