Einbruch bei deutschem China-Korrespondenten

Nach dem Einbruch beim China-Korrespondenten des Spiegel, Bernhard Zand, fordert Reporter ohne Grenzen Außenminister Guido Westerwelle auf, sich für die Aufklärung des Falls einzusetzen.

Der langjährige Spiegel-Redakteur Bernhard Zand und seine chinesische Mitarbeiterin Wu Dandan hatten in der südwestchinesischen Provinz Guizhou über das Schicksal von fünf obdachlosen Kindern recherchiert, die Mitte November tot in einem Müllcontainer gefunden worden waren. Die Jungen starben an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung, als sie versuchten, in dem Container ein Feuer gegen die Kälte anzuzünden. Der international beachtete Fall löste heftige Kritik an den Behörden aus, die sich nicht um das Schicksal der Kinder gekümmert hätten.
Bei ihren Recherchen wurden die Spiegel-Journalisten nach eigenen Angaben tagelang durch Sicherheitsdienste behindert. Ihre Bewegungen seien gefilmt und Interviewpartner eingeschüchtert worden. Am 29. Dezember drangen Unbekannte in ihre Hotelzimmer ein. Sie zerstörten Zands Tablet-Computer und löschten Fotos von einer Speicherkarte sowie Daten von den Laptops der beiden Journalisten. Zands Mobiltelefon wurde unter Wasser gesetzt.

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