Nach Appellen freigelassen

Jennifer Latheef, Fotojournalistin aus den Malediven, konnte im August das Gefängnis verlassen. Sie war im Oktober 2005 wegen „Terrorismus“ zu zehn Jahren Haft verurteilt worden.

Amnesty International Logo
Amnesty International Logo

Die 33-Jährige hatte friedlich an Protesten gegen Todesfälle in Haft teilgenommen und für politische Freiheitsrechte demonstriert. Nicht zuletzt die hartnäckigen Proteste – unter anderem von ver.di (M, 12 / 05) führten dazu, dass Latheef begnadigt wurde. Nach ihrer Freilassung dankte Jennifer Latheef allen, die sich mit ihr solidarisiert hatten und betonte: „Die Staatengemeinschaft und die Menschen überall in der Welt sollten weiterhin genau beobachten, wie auf den Malediven das Recht gebeugt wird. Umfassende Reformen sind hier nur möglich, wenn international entsprechender Druck ausgeübt wird.“
Auf freiem Fuß befindet sich auch wieder der angolanische Journalist Raul Danda (M, 11 / 06). Allerdings soll er offenbar wegen seiner politischen Aktivitäten zur Enklave Cabinda im Norden des Landes angeklagt werden.

hg
nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

DW: Mehr Protest gegen Kürzungen

Nun hat auch der Fachbeirat der Deutsche Welle Educational Programs (DW Deutsch lernen) laut dwdl.de in einer Stellungnahme die geplanten Kürzungen im Deutsch-Angebot des Auslandssenders kritisiert und vor massiven Schäden für den Sender gewarnt. Die DW hatte angekündigt, das Budget halbieren zu wollen, was zu großen Protesten geführt hatte.
mehr »

Medien-Appell: „Lasst uns nach Gaza“

In einem offenen Brief an die israelischen Behörden, unterschrieben von etwa 30 Medienvertreter*innen, darunter von „Le Monde“, fordert die International Press Association erneut den Zugang von Journalist*innen zur palästinensischen Enklave, die seit dem 7. Oktober 2023 geschlossen ist, sowie deren Schutz im Gazastreifen.
mehr »

Was bringt der Pressekodex?

Eine Anwältin wird in einer Boulevardzeitung identifizierend an den Pranger gestellt – obwohl sie nichts Unrechtes getan hat. Die Folge: Bedrohungen, eine rechtsextreme Kundgebung vor ihrer Kanzlei, Polizeischutz. Der Deutsche Presserat spricht Monate später eine Rüge aus. Der Schaden ist aber angerichtet.
mehr »

dju kritisiert Verfahrenseinstellung

Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di kritisiert die Verfahrenseinstellung durch die Staatsanwaltschaft Halle im Zusammenhang mit Angriffen auf Journalist*innen und Begleitschützer. Der Vorfall ereignete sich am Rande der sogenannten Winterakademie des Rechtsextremisten Götz Kubitschek in Schnellroda (Sachsen-Anhalt).
mehr »