Pressefreiheit auf 2×3 Meter

Aktion auf dem Potsdamer Platz in Berlin zum Internationalen Tag der Pressefreiheit

„In über 30 Ländern ist die Pressefreiheit nur zwei mal drei Meter groß“, stand auf einer Gefängniszelle auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Am Vortag des Internationalen Tages der Pressefreiheit am 3. Mai machte Reporter ohne Grenzen (ROG) auf diese Weise auf die weltweit inhaftierten Journalisten aufmerksam.
130 Berichterstatter sind hinter Gittern, die meisten von ihnen in China, Kuba und Eritrea, oft ohne fairen Prozess und unter katastrophalen Bedingungen. ROG veröffentlichte ebenfalls zum 3. Mai 2008 die neue Liste der „Größten Feinde der Pressefreiheit“. Zu ihnen zählen Alexander Lukaschenko (Weißrussland), Robert Mugabe (Simbabwe) und die ETA in Spanien.
„Nahtstellen“ heißt der diesjährige Band der Menschenrechtsorganisation aus der Reihe „Fotos für die Pressefreiheit“. Zehn Künstlerinnen und Künstler blicken in ihren Bildserien nach Osteuropa und Zentralasien.

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China in der westlichen Öffentlichkeit

„Gemeinsam gegen China!“ Das vermeldeten einige deutsche Pressekommentare zum neu belebten transatlantischen Verhältnis unter US-Präsident Joe Biden. In der Gewissheit, dass die USA „Alliierte im Ringen um die globale Vorherrschaft“ braucht, ermunterten auch deutsche Jornalist*innen die Politik dazu, sich der neuen Großmachtkonkurrenz zu stellen. Gemeinsam wollen die G-7-Staaten den wachsenden Einfluss Pekings in der Welt bremsen.
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Brutaler Angriff auf Gewerkschafter

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ist entsetzt über den brutalen Angriff auf einen Gewerkschafter am Rande einer nicht genehmigten "Querdenken"-Demonstration am 1. August 2021 in Berlin-Kreuzberg. "Diese brutale Gewalttat zeigt überdeutlich, dass es bei den sogenannten 'Querdenker'-Demos nicht um Kritik und Meinungsfreiheit geht, sondern um eine Ansammlung von Feinden der Demokratie", sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz am Montag in Berlin.
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Es geht um Wahrheit, Transparenz, Integrität

Die Journalism Trust Initiative (JTI) ist eine Plattform, die vertrauenswürdige Nachrichtenquellen identifizieren und stärken will. Unter der Regie von Reporter ohne Grenzen (RSF) soll ein Beitrag gegen Hass, Propaganda und Fake News geleistet werden. Ende Mai wurde die Webseite freigeschaltet. Am 29. Juli diskutierten Projektteilnehmer verschiedener internationaler Medien zum Thema „Glaubwürdiger Journalismus als Gegengift gegen Desinformation“ über Funktionsweise und Aufgaben der Plattform.
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Filmtipp: „Be Natural – Sei du selbst“

Eines Tages sah die amerikanische Regisseurin und Produzentin Pamela B. Green einen Film über Pionierinnen des Kinos, darunter auch Alice Guy. Green wunderte sich, dass ihr der Name überhaupt nichts sagte. Sie hörte sich bei Kolleginnen und Kollegen um und erhielt überall die gleiche Antwort: nie gehört. Wie konnte es sein, dass eine offenbar derart wichtige Figur aus der Frühzeit des Films völlig unbekannt ist? Sie begann zu recherchieren. Am Ende steht im Originaltitel: „Be Natural – The Untold Story of Alice Guy-Blanché".
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