Wegen Eierwurf im Knast

Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen streikten am 17. September in Tunesien Journalisten. Sie protestierten gegen die Festnahme des bekannten Journalisten und Bloggers Zied al-Heni am 13. September, der inzwischen gegen Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen wurde.

Er hatte seinerseits die Festnahme des Kameramannes Mourad Meherzi kritisiert und die Staatsanwaltschaft beschuldigt, die Beweise gegen den Kameramann gefälscht zu haben. Mourad Meherzi hatte gefilmt, wie ein Mann ein Ei auf Kulturminister Mehdi Mabrouk geworfen hatte – auch wenn das auf dem Video kaum zu erkennen ist. „Die Aufregung um diesen Eierwurf ist absolut unverhältnismäßig. Wir fordern, dass die Staatsanwaltschaft alle Vorwürfe gegen al-Heni fallen lässt“, erklärte Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen. Auch Mourad Meherzi ist mittlerweile wieder auf Kaution frei.

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

Portugiesen publizieren in Eigenregie

Aufgeben ist keine Option. „Als der Verlag bankrott ging, machten wir weiter“, erklärt Rui Tavares. „Wir“ das sind neben dem 64-jährigen Chefredakteur der politischen Wochenzeitschrift in Portugal - Visão - 11 weitere Redakteure.
mehr »

Als deutsche Reporterin im Iran

Die ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa ist zuständig für die Berichterstattung aus der Türkei und dem Iran. Sie ist eine der wenigen westlichen Journalisten, die im Iran vor Ort ist. Mit M sprach sie über die Proteste im Iran und wie sie darüber berichtet.
mehr »

Spanien droht Musk mit Strafen

Für Elon Musk, Chef der Online-Plattform X ist der spanische Regierungschef ein „Tyrann“ oder ein „Faschist“. Pedro Sanchez will "Tech-Oligarchen" wie Musk persönlich strafrechtlich für Inhalte auf ihren Plattformen und für Manipulationen an Algorithmen verantwortlich machen und ein Social-Media-Verbot für junge Menschen einführen.
mehr »

EU braucht gemeinsame Regeln

Ist das Herkunftslandprinzip der Europäischen Union im Medienbereich heute noch zeitgemäß? Um diese Frage und viele weitere drehte sich die Diskussion auf der alljährlichen Konferenz der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle in Brüssel. Einfache Antworten gab es nicht.
mehr »