Neues Bürgerfernsehen: Aus für Offenen Kanal

Hamburg. Das Bürgerfernsehen in Hamburg steht vor einem viel versprechenden Neuanfang, ließ der Träger, die Hamburg Media School, verlauten. Bereits im Januar soll der „Bürger- und Ausbildungskanal“ seinen Betrieb aufnehmen. Alle Bürger seien eingeladen, sich mit Ideen und Konzepten an der Neugestaltung ihres Senders zu beteiligen.

Zuvor hatte nach Informationen der Hamburgischen Anstalt für neue Medien (HAM) der Offene Kanal zum 1. Juli seinen Betrieb eingestellt (M 7 – 8 / 2003 berichtete). Der seit 15 Jahren bestehende und erfolgreich agierende Sender war komplett abgewickelt worden, 15 Mitarbeiter hatten die Kündigung erhalten. Grundlage dafür war ein Ende Juni beschlossenes Gesetz zur Neuordnung des hamburgischen Medienrechts. HAM-Direktor Dr. Lothar Jene bedauerte, dass das Gesetz nicht „wenigstens einen geordneten Betriebsübergang des Offenen Kanals auf die geplante Hamburg Media School“ vorgesehen habe. Und welche der im Juli abrupt endenden Sendungen im nächsten Jahr weitergeführt werden, ist unklar.

wen

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

KEF empfiehlt neue Beitragshöhe

Auf 18,64 Euro pro Monat soll der Rundfunkbeitrag ab Januar 2027 ansteigen. So lautet nun auch offiziell der neue Vorschlag der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF). Heute am frühen Nachmittag gab sie ihn bekannt. Diese Empfehlung an die Bundesländer war erwartet worden. Bereits Ende vergangenen Jahres sickerte durch, dass die KEF eine geringere Erhöhung des Rundfunkbeitrags vorschlagen will.
mehr »

Der SR lässt sich checken

Die öffentlich-rechtlichen Sender stehen unter Spar- und Reformdruck. Die Politik verlangt den Abbau von Mehrfachstrukturen und eine Profilierung des Programmauftrags. Die meisten Anstalten sind bereits im Umbau. Angesichts dieser Herausforderungen lässt der Saarländische Rundfunk (SR) derzeit seine Organisationsstrukturen von externen Beratern überprüfen.
mehr »

ÖRR als Public Open Space?

Der Reformstaatsvertrag eröffnet neue Wege für die Infrastruktur öffentlicher Kommunikation, befindet Jan Christopher Kalbhenn in einer Kurzstudie, die er für die Friedrich-Ebert-Stiftung verfasst hat. Denn die demokratische Öffentlichkeit, so Kalbhenn, steht angesichts der Machtkonzentration bei digitalen Plattformen vor einer grundlegenden ordnungspolitischen Herausforderung.
mehr »

Mehrsprachig gegen Desinformation

Die Organisation der Neuen deutschen Medienmacher*innen (NdM) hat einen Forderungskatalog vorgelegt, mit dem Desinformation wirksamer bekämpft werden kann. Schwerpunkt ist dabei unter anderem der Ausbau mehrsprachiger öffentlich-rechtlicher Angebote. Verlässliche Informationen dürften nicht nur auf Deutsch zugänglich sein, so NdM.
mehr »