Cornelsen Verlag: Start zum Personalabbau

Auf einer Betriebsversammlung am 6. März wurden den ca. 120 Beschäftigten der Franz Cornelsen Corporate Services GmbH (FCCS) in Berlin 25 Entlassungen (20 Prozent der Belegschaft) angekündigt. Die FCCS erbringt die IT-Dienstleistungen für die Franz Cornelsen Bildungsgruppe und den Einkauf der IT.

Grund, so die Arbeitgeber, sei eine Veränderung der Unternehmensstrategie und demzufolge ein Wegfall von Aufgaben. „Diese Kündigungen sind nicht alternativlos. Die Geschäftsführung hat es bisher versäumt, gemeinsam mit Betriebsrat und Gewerkschaft nach Alternativen zu suchen“, ist Jörg Reichel überzeugt. Jedoch geht der ver.di-Gewerkschaftsekretär auch davon aus, dass dies der Auftakt für eine Kündigungswelle innerhalb des Cornelsen Verlages ist. ver.di rechne für die Cornelsen Schulverlage GmbH mit weiteren Kündigungen im dreistelligen Bereich im Laufe des 1. Halbjahres 2013. „Nach Marktbereinigung durch Zukäufe kommt jetzt der Personalabbau“, so Reichel.

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Unsere Stärken auf allen Wegen ausspielen

Seit dem 1. Februar steht mit Katja Wildermuth erstmals eine Frau an der Spitze des Bayerischen Rundfunks (BR). Die neue Intendantin war zuvor Programmdirektorin beim Mitteldeutschen Rundfunk und blickt auf eine langjährige Fernsehkarriere beim MDR und NDR zurück. Die nun vierte amtierende Intendantin einer ARD-Anstalt beantwortete M Online kurz nach ihrem Amtsantritt Fragen zu Positionen, eigenen Vorhaben und aktuellen Debatten im öffentlich-rechlichen Rundfunk.
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Bald Wirtschaft vor Politik beim „Stern“?

Der Verlag Gruner und Jahr (G+J) sieht sich als Bollwerk des Qualitätsjournalismus. Die Einsendefrist für den prestigeträchtigen Nannen-Preis läuft gerade, der Mutterkonzern Bertelsmann ruft 2021 als “JAhr zur Wahrheit” aus. In der Qualitätsoffensive sollen auch G+J-Titel kräftig mitspielen. Dazu passt es schlecht, dass das G+J-Flaggschiff „Stern” und die Wirtschaftstitel „Capital” und „Business Punk” eine gemeinsame Politikredaktion bilden sollen – unter Führung des „Capital”-Chefredakteur Horst von Buttlar.
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Diamant „Süddeutsche“ mutiert zum Kiesel

In der Belegschaft der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) wächst die Wut. Der Sparkurs der Südwestdeutschen Medienholding geht allmählich an die Substanz, finden viele. Nach pandemiebedingter Kurzarbeit wurden jetzt 50 redaktionelle Arbeitsplätze gestrichen. Die neue Digitalstrategie des Konzerns gefährdet nach Auffassung vieler die Position der „Süddeutschen“ als Marktführerin im deutschsprachigen Qualitätsjournalismus.
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Durchschaubarer Versuch

Das in der „Welt“ veröffentlichte Schreiben von Matthias Döpfner an EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen gegen die Daten-Allmacht amerikanischer und chinesischer Tech-Giganten ist „wohlfeil“ und „durchschaubar“. Es sei vor allem der Versuch, einen Teil vom Kuchen der Konkurrenz auf dem Teller des eigenen Medienunternehmens landen zu lassen, heißt es in einem Offenen Brief des stellvertretenden dju-Vorsitzenden Peter Freitag an den Vorstandschef von Axel Springer.
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