Leserbrief: Klare Angaben im Tagesspiegel

M 1.2015 „Glaubwürdigkeit beschädigt

Ich habe mich beim Tagesspiegel mehrfach mit falschen Bildern zum Ukraine-Konflikt beschäftigt – und deshalb auch mit Interesse den Text „Glaubwürdigkeit beschädigt“ in der neuen Ausgabe der M gelesen.

Und mich dann geärgert über eine Passage, in der es um ein falsches Foto auf heute.de zur von Kiew behaupteten Invasion 50 russischer Panzer in die Ukraine ging. In der Tat ein kritikwürdiger Vorgang. Weiter heißt es dann: „Auch Focus Online, tagesspiegel.de und Zeit Online griffen diese News auf.“ Suggeriert wird hier, dass all diese Medien ebenfalls falsche Fotos zur Bebilderung der Nachricht genutzt haben.
Zumindest für den Tagesspiegel kann ich das ausschließen. In unserem Ticker haben wir zwar über die angeblich einfahrenden russischen Panzer berichtet, dabei aber sowohl in der Überschrift als auch im Text klar gemacht, dass es sich um Angaben aus Kiew handelt: http://www.tagesspiegel.de/politik/ukraine-gipfel-in-im-liveticker-der-lange-weg-zur-einigung-von-minsk/11356902.html

Matthias Meisner,
Hauptstadtredaktion, Der Tagesspiegel

nach oben

Weitere aktuelle Beiträge

ARD: scharf, aber respektvoll im Bürgerparlament

In zentralen gesellschaftlichen Problemen – Corona, Migration, Arm und Reich – erleben viele Menschen die Gesellschaft als gespalten. Seit Amtsantritt der Ampelkoalition hat sich nach einer Infratest dmap-Umfrage im Auftrag der ARD der gesellschaftliche Zusammenhalt sogar noch verschlechtert. Mit ihrer Themenwoche „WIR gesucht – Was hält uns zusammen?“  will die ARD gegensteuern. Neue Formate wie „Das Bürgerparlament“ sollen den direkten Dialog mit dem Publikum fördern. Auftakt gelungen.
mehr »

Der Bärendienst eines Privatmanns

Tom Buhrows Rede im Hamburger Übersee-Club liefert der Debatte um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk neuen Zunder – von unerwarteter Seite. Er gibt vor, als Privatperson und damit auf „eigenes Risiko“ zu sprechen, was systemisch und in der aktuellen Debattenlage schwer möglich ist und nach prominentem Abdruck in der FAZ wohlfeil daherkommt. Vielmehr leistet er dem Gedanken eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks, gelinde gesagt, einen Bärendienst.
mehr »

Raus aus der Empörungsspirale

Wenn zwei in den Medien regelmäßig präsente Publizisten wie Richard David Precht und Harald Welzer ein medienkritisches Buch vorlegen, ist erhöhte Aufmerksamkeit gewiss. Die Aufregung, die das Werk „Die Vierte Gewalt“ ausgelöst hat, erscheint jedoch so maßlos und überdimensioniert, dass darüber die Substanz der von den Autoren vertretenen Hauptthesen fast schon in den Hintergrund getreten ist. Möglicherweise hat dazu der provokative Untertitel „Wie Mehrheitsmeinung gemacht wird, auch wenn sie keine ist“ beigetragen.
mehr »

Eine einzig(artig)e öffentliche Plattform

Schon vor der „Causa Schlesinger“ gab es in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten – auch im RBB – und darüber hinaus, Diskussionen, wie deren Aufgaben und Funktionen als Entitäten im digitalen Raum neu und zeitgemäßer zu definieren seien. Als ein digitaler Akteur muss man sich grundlegenden Herausforderungen im Bereich des Datenmanagements und der Personalisierung digitaler Inhalte stellen. Darüber wurde jedoch bislang wenig intensiv diskutiert.
mehr »