Leserbrief: Zweckpessimismus

M 8 / 2012 „Rette sich, wer kann!

Der „Zweckpessimismus“ des Zukunftsforschers Sven Gábor Jánszky kann nicht überzeugen. Denn auch wenn es stimmt, dass sich die gesamte Medienwelt in einem gewaltigen Veränderungsprozess befindet, …

… der für die beteiligten Akteure einschneidende Reformen erfordert, sollte man das gedruckte Wort nicht zu vorschnell abschreiben. Da erstens jenes bei vielen Menschen weiterhin eine deutlich höhere Glaubwürdigkeit als Online-Content besitzt und zweitens die demographische Entwicklung den digitalen Siegeszug schon sehr bald spürbar verlangsamen dürfte. Zumal nicht wenige neue Geräte, wie etwa E-Books, ebenfalls gravierende Nachteile beinhalten, da sich hierbei das Leseverhalten bis ins kleinste Detail aufzeichnen lässt. Weswegen sich noch sehr viel ändern kann und man die künftige Mediennutzung nicht zu einseitig vorhersagen sollte!

Rasmus Ph. Helt, www.visitrasmus.com

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Kreativer Beitragsklau?

Die Energiepreise schießen durch die Decke, die Inflation auch. So manch eine Politiker*in wird da kreativ, um die Bürger zu entlasten: Tankrabatt, 9 Euro-Ticket …. Viel zu bürokratisch, dachte Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold. Ihre zündende Idee:  Wie wäre es, wenn man stattdessen einfach das Kindergeld erhöhen und den Rundfunkbeitrag für ein halbes Jahr aussetzen würde? Klingt doch sozial und zeitgeistig einwandfrei.
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Unser Respekt und unsere Solidarität

Berichten und sterben, auch das ist in dem brutalen Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine bittere Realität. Bleiben, wenn die Bomben fallen, wenn Gräueltaten verübt werden, die Weltöffentlichkeit sehen lassen, welches Unrecht passiert – wer bereit ist, sein Leben für die Pressefreiheit zu riskieren, gibt wirklich alles für die freiheitliche Demokratie. Diese Bereitschaft verdient unseren Respekt und unsere Solidarität.
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Kleinmütiges Ablenken von eigenen Fehlern

Die Berliner Polizei ist wegen des Umgangs mit Journalist*innen auf einer propalästinensischen Demonstration am vergangenen Wochenende in der Kritik. In einer Pressemitteilung teilt die Behörde mit, der Versammlungsleiter habe „von seinem ihm obliegenden Recht aus dem Versammlungsfreiheitsgesetz Berlin Gebrauch“ gemacht und zwei Pressevertreter von der Versammlung ausgeschlossen. Aber war das auch rechtens?
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Zwischen Aufrütteln und Abstumpfen

Zeigen oder nicht zeigen? Die Gräueltaten von Butscha sind filmisch und fotografisch dokumentiert: Fotos zeigen geschändete Menschen, auf brutale Art und Weise getötet. Die Bilder sind eindringlich, erschreckend, schockierend. Sie sind wichtig, weil sie etwas bewegen. Sie erzeugen Mitleid und Zorn. Denn diese toten, leblosen, teils gefesselten und gefolterten Körper in einer zerstörten Kleinstadt zeigen: Es könnte überall sein, wo Menschen leben. Dieser Krieg geht uns etwas an – und wir können etwas tun.
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