Leute 11 – 2019

Lionel Barber verlässt die renommierte Wirtschaftszeitung Financial Times. Er arbeitete fast 35 Jahre dort, die vergangenen 14 als Chefredakteur. Auf ihn folgt die Journalistin Roula Khalaf.

Digital-Chefredakteurin Julia Bönisch verlässt die Süddeutsche Zeitung (SZ). Ihre Aufgaben übernehmen kommissarisch die Nachrichtenchefs der Süddeutschen Zeitung, Iris Mayer und Ulrich Schäfer, wie der Verlag mitteilte. Die Trennung erfolge in gegenseitigem Einvernehmen.

Ab 1. Dezember wird der gebürtige Hannoveraner Joachim Böskens wird Funkhaus-Direktor im Schweriner NDR-Landesfunkhaus. Er tritt die Nachfolge von Elke Haferburg an, die in den Ruhestand geht. Böskens war zuvor im gleichen Haus Chefredakteur Hörfunk, Fernsehen, Online und stellvertretender Funkhausdirektor.

Clemens Bratzler wird ab Dezember die Programmdirektion Information beim deutschen regionalen Rundfunksender Südwestrundfunk (SWR) leiten. Er beendet seine Moderatorentätigkeit für das ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus und das landespolitische Magazin Zur Sache Baden-Württemberg! Er ist seit 2017 Hauptabteilungsleiter Multimediale Aktualität und stellvertretender Landessenderdirektor Baden-Württemberg. Seine Nachfolge wird noch bekannt gegeben.

Ab sofort ist Janett Eger Moderatorin der Sendung MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE des deutschen regionalen Senders Mitteldeutscher Rundfunk (mdr). Sie moderiert die Sendung in Rotation mit Susi Brandt, Stefan Bernschein und Sascha Fröhlich. Eger moderiert ebenfalls die wöchentliche Sendung MDR Zeitreise.

NDR befördert Adrian Feuerbacher zum 1. Februar 2020 zum Chefredakteur des NDR-Hörfunks und Leiter des Radiosenders NDR Info. Er folgt auf Claudia Spiewak, die in den Ruhestand geht. Feuerbacher ist aktuell ihr Vize.

Süddeutsche Zeitung und Ferdos Forudastan, Ressortleiterin Innenpolitik, gehen ab Februar getrennte Wege. Forudastan kam 2018 als Nachfolgerin von Heribert Prantl, nun zieht es sie zurück in ihre Heimatstadt Köln, wo sie „eine neue Aufgabe übernehmen“ wird.

Der Spiegel befördert die beiden bisherigen Stellvertreter Cordelia Freiwald und Kurt Jansson zu gleichberechtigten Chefs der Dokumentation. Sie folgen auf Hauke Janssen, der seit 1998 Chef der Spiegel-Dokumentation war und im Juli in den Vorruhestand gegangen ist. Freiwald und Jansson werden auf ihrem neuen Posten Vertrauen zurückgewinnen müssen. Im Zuge des Relotius-Skandals geriet die berühmte Spiegel-Dokumentation in die Kritik, weil die Relotius-Täuschungen dort nicht aufgefallen waren.

Die gebürtige Stralsunderin Elke Haferburg Direktorin des Schweriner NDR-Landesfunkhauses, wurde mit einem Empfang im Schweriner Landesfunkhaus in den Ruhestand verabschiedet. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) würdigte Elke Haferburg als konsequente Verfechterin des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Haferburg habe in den zwölf Jahren als Funkhaus-Direktorin die Entwicklung des NDR in Mecklenburg-Vorpommern entscheidend mitgestaltet und geprägt, so Schwesig. Und sie habe den NDR im Nordosten erfolgreich durch diese Zeit geführt. Das verdiene großen Respekt. Haferburg habe als einzige ostdeutsche Frau in den Führungsetagen der Medien des Landes deutliche Spuren hinterlassen.

Der jetzige Programmchef von SWR1 Baden-Württemberg Peter Heilbrunner wird neuer Leiter der Hauptabteilung Multimediale Aktualität Baden-Württemberg. Der Verwaltungsrat des Südwestrundfunks (SWR) hat am 22. November 2019, dem Anstellungsvertrag zugestimmt. Heilbrunner folgt am 1. Dezember 2019 auf Clemens Bratzler, der dann sein Amt als Programmdirektor Information antritt.

Simon Leu wird ab 1. März 2020 Studienleiter für den Bereich Radio/Audio am MAZ – Die Schweizer Journalistenschule in Luzern. Er ist derzeit Redakteur und Moderator beim Schweizer überregionalen Sender Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) und folgt auf Barbara Stöckli, welche in Pension gehen wird.

Funke holt Tanja Linke als Leiterin National Sales. Sie übernimmt den Job von Evangelos Botinos, der Chef von rz-Media wird. Linke kümmert sich um die nationale Vermarktung der Tageszeitungen, Anzeigenblätter und Online-Portale. Sie kommt von Ströer Deutsche Städtemedien.

Sven Lohmann, Leiter der NDR Redaktion Panorama – die Reporter, wird zum 1. Januar 2020 neuer ARD-Fernsehkorrespondent in London. Er löst Julie Kurz ab, die nach Hamburg zurückkehrt.

Der Journalist Henry Lohmar wird Chefredakteur der Märkischen Allgemeinen Zeitung. Der Politologe, der bereits seit Juli kommissarischer Chefredakteur der in Potsdam erscheinenden Zeitung war, wurde von der Mediengruppe Madsack in das Amt berufen. Lohmar arbeitet seit 1997 bei der Märkischen Allgemeinen Zeitung und war seit einigen Jahren stellvertretender Chefredakteur der reichweitenstärksten Tageszeitung Brandenburgs. Lohmar folgt auf die 36-jährige vorherige Chefredakteurin Hannah Suppa, die als Chefredakteurin Digitale Transformation und Innovation im Regionalen zur Madsack-Mediengruppe wechselte. Stellvertretende Chefredakteurin der Märkischen Allgemeinen Zeitung ist Maike Schultz (36).

Hendrik Lünenborg leitet ab 1. Februar 2020 die NDR Intendanz und wird sich schwerpunktmäßig mit der strategischen Unternehmensentwicklung beschäftigen. Er ist seit 2006 Programmchef von NDR 90,3 und Stellvertreter der Direktorin des NDR Landesfunkhauses Hamburg.

Bild am Sonntag-Chefredakteurin Marion Horn verlässt das Blatt ach sechs Jahren an der Spitze. Grund ist die Zusammenlegung der BamS-Redaktion mit den Machern der täglichen Bild-Ausgabe. Eine eigenständige Redaktion sei „eine wichtige Basis für meine Art des Journalismus“, erklärte Horn. Sie gehe deswegen auf eigenen Wunsch. Horns Nachfolgerin wird Alexandra Würzbach, bisher Vize von Julian Reichelt.

Katja Marx, seit 2006 Hörfunk-Chefredakteurin beim Hessischen Rundfunk (HR), wird Mitte Januar 2020 Leiterin der Programmdirektion Hörfunk des Norddeutschen Rundfunks (NDR). Marx wird Nachfolgerin von Joachim Knuth, der zum Intendanten des NDR gewählt worden ist. Laut NDR Intendant Lutz Marmor bringt Marx vom HR hervorragende journalistische und organisatorische Erfahrungen mit. Sie habe über viele Jahre Veränderungsprozesse im HR begleitet und die crossmediale Ausrichtung der Berichterstattung mitgestaltet.

Anne Meyer-Minnemann, seit 20 Jahren bei Gala, davon die vergangenen fünf als Chefredakteurin, verlässt das Promi-Magazin von Gruner + Jahr. Sie bleibt aber im Verlag und wird ab Dezember Diversity-Beauftragte der Geschäftsführung von G+J. Ihre Aufgaben bei Gala übernimmt vorläufig Vize Hans-Peter Junker.

Lars Reckermann, seit 2016 Chefredakteur der NWZ-Mediengruppe, verlässt das Haus auf eigenen Wunsch. Er möchte neue berufliche Wege gehen, heißt es in der Mitteilung dazu. Eine Nachfolge ist noch nicht gefunden, Reckersmanns Stellvertreter Gaby Schneider-Schelling und Ulrich Schönborn übernehmen bis dahin kommisarisch seine Aufgaben.

Der stellvertretende Chefredakteur und Hauptstadt-Chef des Redaktionsnetzwerks Deutschland, Gordon Repinski, wechselt 2020 zu Gabor Steingarts Journalismus Startup Media Pioneer und wird dort stellvertretender Chefredakteur. Gabor Steingart baut sein Team weiter aus: Im Sommer erst warb er seinen jetzigen Chefredakteur Michael Bröcker von der Rheinischen Post ab. Von dort soll nächstes Jahr auch sein künftiger Digitalchef Daniel Fiene kommen. Repinski soll an Bröckers Seite in Berlin eine Politik- und Wirtschaftsredaktion aufbauen, neue journalistische Formate umsetzen und ein Nachrichtenportal betreuen. Außerdem soll er ein Investigativ-Team koordinieren.

Multi-Chefredakteur Michael Schaper beendet zum Jahresende seine 40-jährige Karriere bei Gruner + Jahr. Er gibt die Chefredaktion von Geo Epoche, Geo Wissen, Geo kompakt und Wohllebens Welt ab. Schaper, seit 1989 bei Geo, gründete als Chefredakteur sieben Geo-Heftreihen.

Chefredakteur Matthias Walter verlässt RTL Zwei auf eigenen Wunsch, er wolle sich neuen Herausforderungen stellen. Ab April übernimmt Konstanze Beyer, die nebenher ihren bisherigen Job als Abteilungsleiterin Wissen und Dokumentation ausfüllt.

Volker Weidermann verlässt zum Ende des Jahres Das Literarische Quartett des ZDF um sich wieder ganz aufs Schreiben, auf seine Arbeit als Literaturkritiker beim Spiegel und als Buchautor zu konzentrieren. Weidermann war vier Jahre lang Gastgeber der Sendung, die von Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki ins Leben gerufen und 2015 neu aufgelegt wurde.

Der Chefredakteur der Nachrichtenagentur Reuters für Deutschland, die Schweiz, Österreich und den Balkan, Olaf Zapke, verlässt das Unternehmen im Februar 2020. Der Schritt erfolge auf Zapkes eigenen Wunsch, hieß es in einer internen Mitteilung. In den nächsten Wochen werde der Posten ausgeschrieben. Zapke ist auch Vorsitzender der Geschäftsführung von Thomson Reuters Germany. Zapke kam 2001 von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zu Reuters und hatte seitdem verschiedene Positionen inne.

 

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