3,9 Prozent mehr Gehalt in Buchverlagen

In der zweiten Verhandlungsrunde für den herstellenden Buchhandel in Baden- Württemberg konnte am 6. Mai 2014 in Stuttgart ein Tarifergebnis erzielt werden: Ab 1. Mai 2014 werden die Gehälter um linear 2,2 Prozent erhöht. Eine weitere Erhöhung erfolgt ab 1. Mai 2015 um 1,7 Prozent. Für die Ausbildungsvergütungen gilt der Abschluss entsprechend. Der Tarifvertrag ist frühestens zum 30. April 2016 kündbar.


Damit wurde ein wichtiges Ziel der diesjährigen Tarifrunde erreicht: Eine tabellenwirksame Erhöhung der Gehälter. Eine Kombination aus linearer Erhöhung und Einmalzahlung, wie vom Börsenverein gefordert, konnte abgewehrt werden. Der Abschluss sei allerdings erst dadurch möglich geworden, weil in der Frage der Laufzeit mit 25 Monaten ein deutliches Zugeständnis gemacht wurde. „Das ist uns nicht leicht gefallen, da die künftige Entwicklung der Inflationsrate noch sehr unsicher ist. Nur wenn sie in den kommenden zwei Jahren auf dem jetzigen Niveau verbleibt, wird am Ende ein spürbares Reallohnplus stehen“, heißt es in der Tarifinformation aus Stuttgart.
Trotz dieser Unsicherheiten hat die Tarifkommission das Verhandlungsergebnis einstimmig angenommen. ver.di-Tarifsekretär Wolfgang Haupt: „Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen, die sich in der Tarifbewegung engagiert und an der Unterschriftensammlung beteiligt haben. Sie hat in kurzer Zeit rund 640 Unterschriften für unsere Forderung erbracht und damit zum Gelingen der Tarifauseinandersetzung beigetragen.“

nach oben

weiterlesen

Tariflicher Zuschlag gehört obendrauf

Onlinezuschläge können laut tarifvertraglichen Regelungen beim Bayerischen Rundfunk nicht in Tagessätze für die Honorierung von TV-und Hörfunkbeiträge eingepreist werden, sondern sind zusätzlich zu zahlen. Das besagt ein Urteil des Arbeitsgerichts München, mit dem ein arbeitnehmerähnlicher Freier vom Sender jetzt mit ver.di-Rechtsschutz eine Nachzahlung für zwei Jahre erstritt.
mehr »

VG Wort: Ausschüttung Anfang Juli 2021

209,94 Millionen Euro hat die Verwertungsgesellschaft Wort 2020 aus Urheberrechten eingenommen. Im Vorjahr waren es 156,12 Millionen Euro. Das liegt an einer Nachzahlung in Höhe von rund 60 Millionen Euro für die Vorjahre, gab Rainer Just, geschäftsführender Vorstand, auf einer rein virtuellen Mitgliederversammlung der VG Wort am 20. März 2021 bekannt. „Die Hauptausschüttung für 2020 findet Anfang Juli 2021 statt“, sagte Just.
mehr »

Die dju – ein Angebot zur Mitgestaltung

Mit dem neuen Jahrtausend kam auch für die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di einiges an Neuem. Noch bevor sie ihren 50. Geburtstag feierte, knackte sie im Jahr 2000 die 20.000-Mitglieder-Marke. 2001 kam ver.di und die dju feierte ihr halbes Jahrhundert im Retro-Look im Kölner Gürzenich. Zur 60-Jahr-Feier waren die Kolleginnen und Kollegen von Rundfunk, Fernsehen und audiovisuellen Medien in der neuen Fachgruppe Medien mit dabei. Und nun, zum 70. Geburtstag, steht der dju in ver.di wieder etwas Neues ins Haus: Ein Feiertag in Pandemiezeiten.
mehr »

Aus für Freelancer in Presse und Kultur

Clasificador Nacional de Actividades Económicas (CNAE), Register für ökonomische Aktivitäten, heißt die Liste mit 2110 Tätigkeiten, die in Kuba seit dem 5. Februar für die freiberufliche Arbeit erlaubt sind. Eine Reform mit revolutionärem Potenzial, denn bislang durften nur 127 Berufe selbständig ausgeübt werden. Auf der vier Tage später erschienenen Verbotsliste sind jedoch jedwede freiberufliche Presse-Arbeit sowie etliche Berufe in der unabhängigen Kunstszene der Insel aufgeführt.
mehr »