Cision-Mitarbeiter für Erhalt des Tarifvertrages

KORNWESTHEIM. Bereits zweimal haben Ende November mehr als 60 Mitarbeiter der Cision Deutschland GmbH in Kornwestheim für den Erhalt ihres Haustarifvertrages demonstriert.

Ursprünglich sollten bei den angesetzten Tarifgesprächen nur Gehaltsfragen verhandelt werden. Cision, nach eigener Aussage Marktführer in Deutschland im Bereich professioneller Medienbeobachtung, plant derzeit jedoch eine Umstrukturierung. Sie würde zum Verlust der Tarifbindung für den größten Teil der Mitarbeiter führen. Forderung der ver.di-Tarifkommission ist daher, dass der Entgelt- und Haustarifvertrag für alle Cision-Unternehmen deutschlandweit gelten soll. Die Verhandlungen wurden ohne Vereinbarung eines neuen Termins unterbrochen, da die Arbeitgeberseite keine Zusage zum Abschluss und Fortbestand des Haustarifvertrages über das Jahr 2008 hinaus machen wollte.
Zeitgleich versammelten sich auch die ver.di-Mitglieder bei Cision in Baden-Baden zu einer Kundgebung, um die Forderungen der Tarifkommission zu unterstützen.

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Drei freie Tage für Redakteure zusätzlich

Die Tarifkommission der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di hat dem erneuerten Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrag für Tageszeitungen zugestimmt. Danach erhalten Redakteurinnen und Redakteure drei zusätzliche freie Tage bis März 2022. Für Freie wurde erneut ein Ausgleichshonorar in Höhe eines durchschnittlichen Monatshonorars aus 2019 vereinbart. Spätestens im November sollen die Tarifverhandlungen über Tariferhöhungen starten.
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Deutsche Welle: Ohne Tarif nach Kiew

Die deutsche Welle (DW) in Bonn will zum Jahresende die redaktionellen Arbeitsplätze ihrer Ukraine-Redaktion auslagern. Die 12 Mitarbeiter*innen der Redaktion würden dann nicht weiter dort beschäftigt werden. Die DW hatte angeboten, sie dafür künftig im so genannten Kiev Hub in der Ukraine einzusetzen. Allerdings sollen sie dann ohne Tarifbindung, unter ortsüblichen Bedingungen und mit ortsüblicher Bezahlung arbeiten.
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Kieler Nachrichten reduzieren Honorare

Die „Kieler Nachrichten“ wollen ein neues Honorarsystem für ihre freien Mitarbeiter*innen einführen. Danach sollen die Freien künftig nach einem „Baukasten-System“ entlohnt werden. Im Vergleich zu bisherigen Regelungen bedeute das für die Freien generell eine Reduzierung ihrer Honorare, schätzen die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di und der DJV Schleswig-Holstein diese kritikwürdigen Pläne ein.
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SZ bezieht Onliner in Tarifbindung ein

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