Erneut Warnstreik bei Nordwest-Zeitung

Signale für Beschäftigungssicherung

Haustarif – JETZT!, schallte es bis in den Verhandlungsraum bei der Nordwest-Zeitung (NWZ) in Oldenburg am 24. April. Etwa 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Verlag und Redaktion begleiteten die dritte Runde zu einem Haustarifvertrag mit einem Warnstreik. Sie stärkten damit den Mitgliedern der Verhandlungskommission von DJV und ver.di den Rücken. Als Kernthema stand eine umfassende Beschäftigungssicherung auf der Tagesordnung der Gewerkschaften. Von der Geschäftsführung verlangten sie dazu klare Aussagen. Als Grundlage für einen Haustarifvertrag erwarten die Gewerkschaften, dass alle Kollegen aus der Nordwest-Personaldienstleistungsgesellscaft (NWP) in die NWZ übernommen werden, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen während der Laufzeit des Haustarifvertrages gibt, keine Ausgliederungen von Abteilungen durchgeführt und freiwerdende Stellen wieder besetzt werden. Am Ende des Verhandlungstages erklärte sich die Geschäftsführung bereit, über solche Beschäftigungssicherungen „grundsätzlich zu verhandeln“. Allerdings nicht sofort. Und vor allem sollen solche Zusagen damit verbunden werden, dass es eine dauerhafte Absenkung der Gehälter für Neueingestellte und die aus der NWP übernommenen Kollegen geben soll. Eine dauerhafte Spaltung der Beschäftigten und ihrer Gehaltsstruktur werden die Gewerkschaften jedoch nicht hinnehmen. Zudem muss auf Grundlage einer verbindlichen Beschäftigungssicherung eine stufenweise Anhebung der Gehälter für Neueingestellte vereinbart werden. Schließlich wurde die Verhandlung auf den 21. Mai in Bremen vertagt.

 

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Nicht gegeneinander ausspielen lassen

„Echte Vielfalt bedeutet, dass niemand mehr ausgeschlossen wird“, heißt es im Intersektionalen Diversity-Guide, den die Neuen deutschen Medienmacher*innen (NdM) zusammen mit anderen Initiativen erarbeitet haben und gestern vorstellten. Zum einen wollen sie verhindern, dass sie gegeneinander ausgespielt werden, aber vor allem geht es ihnen darum, deutschen Redaktionen ein Online-Handbuch für intersektionale Diversitätsstrategien zu bieten, das ständig erweitert und aktualisiert werden soll.
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NRW kürt Fotografie der Flutkatastrophe

„Er-schöpft" – so nannte Benjamin Westhoff sein Foto aus Bad Münstereifel, das im „Bonner General-Anzeiger“ zu einem Bericht über die Flutkatastrophe erschien. Es wurde zum „NRW-Pressefoto des Jahres“ 2021 gekürt. Begleitend zur Preisverleihung wurde eine Ausstellung mit 35 der 349 eingereichten Bildern eröffnet. Sie ist bis zum 12. Januar 2022 im Landtag von Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf und online zu sehen.
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Lohnzuwachs für Beschäftigte bei UCI

Nach fast zehnmonatigen Tarifverhandlungen mit UCI konnte am 25. November ein Abschluss erreicht werden. Demnach erhalten die Beschäftigten des Kinokonzerns mindestens 5 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit des Tarifvertrages bis Ende 2022. Dabei gelang es, für langjährig Beschäftigte drei neue, höhere Lohngruppen einzuführen, die ein deutliches Plus von bis zu 8 Prozent in der Spitze bedeuten. Auch eine Erhöhung der Jahressonderzahlung konnte für 2022 erreicht werden.
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Meilenstein im Kampf gegen SLAPP-Klagen

Ein Bündnis aus Medien- und Nichtregierungsorganisationen, darunter die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten Union (dju) in ver.di, begrüßt das Vorhaben der Ampel-Koalition, „europaweit Maßnahmen gegen Einschränkungen der Freiheitsrechte wie z.B. durch missbräuchliche Klagen (Strategic Lawsuits against Public Participation, SLAPP) zu unterstützen.“ Die Organisationen bewerten dies als wichtigen Meilenstein im Kampf gegen sogenannte SLAPPs. Sie fordern die neue Bundesregierung auf, nicht nur die Initiative der EU gegen SLAPPs zu unterstützen, sondern außerdem ein deutsches Anti-SLAPP-Gesetz auf den Weg zu bringen.
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