Erneut Warnstreik bei Nordwest-Zeitung

Signale für Beschäftigungssicherung

Haustarif – JETZT!, schallte es bis in den Verhandlungsraum bei der Nordwest-Zeitung (NWZ) in Oldenburg am 24. April. Etwa 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Verlag und Redaktion begleiteten die dritte Runde zu einem Haustarifvertrag mit einem Warnstreik. Sie stärkten damit den Mitgliedern der Verhandlungskommission von DJV und ver.di den Rücken. Als Kernthema stand eine umfassende Beschäftigungssicherung auf der Tagesordnung der Gewerkschaften. Von der Geschäftsführung verlangten sie dazu klare Aussagen. Als Grundlage für einen Haustarifvertrag erwarten die Gewerkschaften, dass alle Kollegen aus der Nordwest-Personaldienstleistungsgesellscaft (NWP) in die NWZ übernommen werden, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen während der Laufzeit des Haustarifvertrages gibt, keine Ausgliederungen von Abteilungen durchgeführt und freiwerdende Stellen wieder besetzt werden. Am Ende des Verhandlungstages erklärte sich die Geschäftsführung bereit, über solche Beschäftigungssicherungen „grundsätzlich zu verhandeln“. Allerdings nicht sofort. Und vor allem sollen solche Zusagen damit verbunden werden, dass es eine dauerhafte Absenkung der Gehälter für Neueingestellte und die aus der NWP übernommenen Kollegen geben soll. Eine dauerhafte Spaltung der Beschäftigten und ihrer Gehaltsstruktur werden die Gewerkschaften jedoch nicht hinnehmen. Zudem muss auf Grundlage einer verbindlichen Beschäftigungssicherung eine stufenweise Anhebung der Gehälter für Neueingestellte vereinbart werden. Schließlich wurde die Verhandlung auf den 21. Mai in Bremen vertagt.

 

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